Rekordzahlen iPhone spült Apple Milliarden in die Kasse

Auch nach dem Tod von Konzerngründer Steve Jobs übertrifft Apple alle Erwartungen. Im vergangenen Vierteljahr hat der Konzern 37 Millionen iPhones verkauft - fast doppelt so viele wie im bisherigen Rekordquartal. Gewinn und Umsatz stiegen gewaltig, der Aktienkurs springt nach oben.

Apple-Store (in Peking): Starkes Umsatz- und Gewinnplus
REUTERS

Apple-Store (in Peking): Starkes Umsatz- und Gewinnplus


Cupertino - Neues Rekordquartal für Apple: Das Unternehmen hat von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres rund 37 Millionen iPhones verkauft - das sind rund 20 Millionen Geräte mehr als im gleichen Quartal 2010. Auch die Verkaufszahlen des iPads verdoppelten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, mehr als 15 Millionen Stück gingen im vierten Quartal 2011 über den Ladentisch. Zuletzt hatte Apple begonnen, das Gerät auf dem Schulbuch-Markt zu platzieren.

Das gewaltige Plus überraschte selbst optimistische Analysten: "Das ist einfach der Wahnsinn", lauteten die ersten Kommentare von Börsenhändlern am Dienstagabend. "Die ganze Welt will Apple-Produkte kaufen."

Tatsächlich übertraf der Konzern die Erwartungen bei weitem. Dank glänzender Weihnachtsgeschäfte kletterte der Umsatz um 73 Prozent auf 46,33 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit rund 39 Milliarden Dollar gerechnet.

Der Gewinn je Aktie stieg auf 13,87 Dollar, was ebenfalls deutlich über den Markterwartungen von durchschnittlich 10,16 Dollar lag. Insgesamt machte das Unternehmen rund 13,1 Milliarden Dollar Gewinn, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum - und auch mehr als doppelt so viel, wie Erzrivale Microsoft im gleichen Zeitraum verdiente.

Dickes Kursplus

Die Börsen quittierten den unerwarteten Gewinn-Zuwachs mit kräftigen Kursaufschlägen: Im nachbörslichen Handel - also nach Börsenschluss - verteuerte sich die Apple-Aktie Chart zeigen um rund acht Prozent und notierte bei 453,53 Dollar. Zwischenzeitlich erreichte der Kurs sogar ein neues Rekordhoch von 468,95 Dollar.

"Wir sind begeistert von diesen überragenden Ergebnissen", erklärte Apple-Chef Tim Cook. Es war das erste volle Quartal unter seiner Führung nach dem Rückzug und dem Tod von Konzerngründer Steve Jobs. "Apple ist unglaublich stark unterwegs, und wir haben noch einige erstaunliche Produkte in der Hinterhand."

Details nannte Cook wie üblich nicht. Zuletzt wurde immer wieder über einen Apple-Fernseher spekuliert. Im Gespräch ist auch eine neue, dritte Version des iPad, die möglicherweise im Frühjahr erscheinen soll.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikel wurde das Rekordhoch, das der Kurs der Apple-Aktie im nachbörslichen Handel erreichte, mit 486,95 Dollar angegeben. Tatsächlich waren es jedoch 468,95 Dollar. Zudem steigerte Apple den iPhone-Absatz um rund 20 Millionen Stück im Vergleich zum Schlussquartal 2010 - nicht 2011. Wir bitten, die Fehler zu entschuldigen.

usp/dpa/Reuters/AP



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insgesamt 194 Beiträge
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Seite 1
milliway42 25.01.2012
1.
Zitat von sysopAuch nach dem Tod von Konzerngründer Steve Jobs übertrifft Apple alle Erwartungen. Im*vergangenen Vierteljahr hat der Konzern 37 Millionen iPhones verkauft - fast doppelt so viele wie im bisherigen Rekordquartal. Gewinn und Umsatz stiegen gewaltig, der Aktienkurs springt nach oben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,811198,00.html
Ähhh, wie jetzt?! Da passt was nicht so richtig zusammen, oder?!
El Plagiator 25.01.2012
2. An Werbung steht nicht immer "Werbung" dran
Zitat von sysopAuch nach dem Tod von Konzerngründer Steve Jobs übertrifft Apple alle Erwartungen. Im*vergangenen Vierteljahr hat der Konzern 37 Millionen iPhones verkauft - fast doppelt so viele wie im bisherigen Rekordquartal. Gewinn und Umsatz stiegen gewaltig, der Aktienkurs springt nach oben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,811198,00.html
Und vorher das hier: Es hat läpprige 100 Millionen gekostet Richter sagen zu lassen wie einzigartig das iPhone ist, Medien wie am chinesischen Fließband schreiben zu lassen wie sehr Handyhersteller vor dem Überkonzern zittern müssen und die Fans den Gerichtsterminen wie Produktpräsentationen entgegefiebern zu lassen. Schlaues Marketing aber dumme Richter sich vor den Apfelkarren spannen zu lassen. Um über senkrechtes wischen zu entscheiden haben sie Jura studiert.
h_grabowski 25.01.2012
3. ...
Manchmal verstehe ich die Leute auch nicht...Regen sich wegen jeder Datenschutzlappalie auf, als wenn die Stasi neu gegründet wurde, kaufen dann aber millionenfach das IPhone. Ich meine, es handelt sich um ein schönes und wertiges Stück Technik, aber Ios und ITunes...geht doch gar nicht. Usability schön und gut, aber ich kaufe mir doch auch keinen Toaster, in dem ich nur noch das Brot von einem bestimmten Bäcker toasten kann. Nun gut, jeder wie er will...
Politikum 25.01.2012
4. Wie die Irren ...
Es ist bewundernswert, wie sehr Apple es geschafft hat, die Welt zu Konsum-Zombies zu machen. Keine andere Produktreihe hat es geschafft, den Markt dermaßen in "Original" und gefühlten "Nachahmerschrott" zu teilen wie die i-Produkte. Bewundernswert wie erschreckend. Erwachsene Männer stecken bei Treffen sofort die Köpfe zusammen, und spielen wie die kleinen Kinder mit ihren iPhones und iPads. Noch nie konnte man mit so geringem finanziellem Einsatz seinen sozialen Status auswerten. Da kommt kein schnödes Autotuning mit, das diesen Status bisher eher inne hatte. Statt massenhaft Geld für dicke Felgen und ein motorisch ausfahrbares Navi auszugeben, kommt es anscheinend eher darauf an, wie sehr das Auto appletechnisch vernetzt wurde. Apple ist mittlerweile ein Synonym für technische Innovation. Ergebnis: "nur" mit dem Vorgänger-iPhone ausgestattet, gehört man mittlerweile ruckzuck zu den rückständigen Loosern. Kein Wunder, dass die seltenen Erden knapp werden.
froschkuh 25.01.2012
5.
Zitat von sysopAuch nach dem Tod von Konzerngründer Steve Jobs übertrifft Apple alle Erwartungen. Im*vergangenen Vierteljahr hat der Konzern 37 Millionen iPhones verkauft - fast doppelt so viele wie im bisherigen Rekordquartal. Gewinn und Umsatz stiegen gewaltig, der Aktienkurs springt nach oben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,811198,00.html
Bei den exorbitanten Gewinnspannen wundert mich das jetzt nicht besonders. Nachdem man jetzt die "schlauen" Leute mit absolut "hochwertigen" Produkten versorgt hat, kann Apple nun unter dem Namen Rootphone die 3. Welt mit Müll überschwemmen.
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