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Nach Kurseinbruch: Frankreich verschiebt Verkauf von Renault-Aktien

Renault Mégane: Frankreich will seinen Anteil an dem Autobauer zunächst nicht reduzieren Zur Großansicht
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Renault Mégane: Frankreich will seinen Anteil an dem Autobauer zunächst nicht reduzieren

Die Renault-Aktie hat massiv an Wert verloren. Grund waren Gerüchte über einen Betrugsskandal wie bei VW. Die französische Regierung hält nun länger als geplant an ihrem Aktien-Anteil fest.

Nach dem massiven Einbruch der Renault-Aktie will Frankreich vorerst seine geplanten Anteilsverkäufe verschieben. Die Regierung wartet ab, bis sich der Kurs erholt hat.

So lange die Aktie nicht wieder auf ein "normales" Preisniveau zurückgekehrt sei, werde der Anteil des Staats nicht reduziert, sagte Wirtschaftsminister Emmanuel Macron. "Wir haben nicht vor, die Anteile zu Ungunsten des Steuerzahlers zu verkaufen." Einen konkreten Kurswert nannte Macron nicht.

Die Regierung hält 19,7 Prozent an Renault, will diesen Anteil aber eigentlich zur Beilegung eines Streits über zu hohe Einflussmöglichkeiten des Staats auf 15 Prozent verkleinern.

Die Renault-Aktie war am Donnerstag zwischenzeitlich um 22 Prozent abgestürzt. Grund war eine Razzia der Behörden, die Spekulationen auslöste, dass der Konzern in einen Abgasskandal verstrickt sein könnte. Dabei wurden Parallelen zum deutschen Konkurrenten Volkswagen befürchtet. Am Freitag tendierte das Renault-Papier noch einmal mehr als drei Prozent schwächer bei rund 75 Euro.

Abgaswerte überschritten

Die französischen Behörden hatten bei Renault und mehreren nicht-französischen Marken die Überschreitung von Abgas-Normen bei Dieselfahrzeugen festgestellt. Dabei geht es um die Werte für Kohlendioxid und Stickoxid.

Renault teilte mit, drei seiner Werke seien bei einer Überprüfung von Messwerten durchsucht worden. Die laufenden Tests ergaben laut dem Autohersteller keine Hinweise auf manipulierte Werte. Auch die französische Umweltministerin Ségolène Royal stellte "keine absichtliche Mogelei" fest. Das Unternehmen müsse jetzt aber reagieren und seine Motoren den Normen anpassen.

brt/Reuters/AFP

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