Große Nachfrage in Europa Renault steigert Gewinn um 50 Prozent

Der französische Autohersteller Renault meldet einen Rekordgewinn von 5,1 Milliarden Euro - dank hoher Verkäufe in Europa und der Eingliederung der Lada-Mutter. Konzernchef Ghosn musste trotzdem beim Gehalt zurückstecken.

Renault-Auto
REUTERS

Renault-Auto


Der französische Autobauer Renault hat im vergangenen Jahr das nach eigenen Angaben beste Konzernergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Dank kräftig gestiegener Verkäufe in Europa sei der Umsatz um knapp 15 Prozent auf 58,8 Milliarden Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Firmensitz in Boulogne-Billancourt mit. Der Nettogewinn stieg demnach um 50 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.

Zudem bleibt Carlos Ghosn vier weitere Jahre am Steuer des weltgrößten Autobauers. Im Gegenzug muss der Spitzenmanager beim Gehalt kräftig zurückstecken, außerdem hat er mit Thierry Bolloré einen möglichen Nachfolger ernannt: Auf diesen Kompromiss haben sich Ghosn die französische Regierung geeinigt, die 15 Prozent an Renault hält.

Spitzenmanager Ghosn den Autobauer seit 2005 führt, muss trotz der Höchstumsätze auf 30 Prozent seines Gehalts verzichten. Das teilte das französische Wirtschaftsministerium mit. Nach letzten bekannten Zahlen erhielt er 2016 rund sieben Millionen Euro.

Renault profitierte nach eigenen Angaben besonders von der Eingliederung des russischen Autobauers Avtovaz den Konzern. Auch ohne die einbezogene Tochter mit der Marke Lada wäre der Erlös stark gestiegen, hieß es. Renault habe profitabler gearbeitet und die Beteiligung an Nissan habe ebenfalls deutlich mehr Gewinn abgeworfen.

Die operative Gewinnspanne, die 2017 von 6,4 auf 6,6 Prozent gewachsen war, soll bei Renault Chart zeigen auch künftig über sechs Prozent liegen. Wie der Nettogewinn stieg auch der operative Gewinn vergangenes Jahr kräftig - um mehr als ein Sechstel auf 3,85 Milliarden Euro. Ghosn soll nun den Strategieplan Drive the Future umsetzen, mit dem der Umsatz bis 2022 auf 70 Milliarden Euro gesteigert werden soll.

apaprpa/AFP

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.