Österreichischer Milliardär Benko kauft Gänsemarkt Passage in Hamburg

Der nächste Deal von Immobilienmilliardär René Benko: Der Investor hat die Gänsemarkt Passage in Hamburg gekauft - und will dort neue Wohnungen und Büros errichten.

Eingang zur Gänsemarkt Passage
imago/Chris Emil Janßen

Eingang zur Gänsemarkt Passage


Kaufhausinvestor René Benko hat die Gänsemarkt Passage in Hamburg gekauft. Wie die von Benko 1999 gegründete Signa-Gruppe mitteilte, soll dort ein hochwertiges Büro-, Wohn- und Geschäftshaus realisiert werden. "Der Standort ist geprägt von seiner Zentralität, Urbanität sowie seiner sehr guten öffentlichen Anbindung und zählt zu den nachgefragtesten Büro- und Einzelhandelsstandorten Hamburgs", sagte Timo Herzberg, Deutschland-Chef der Signa Real Estate. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.

Die Gänsemarkt Passage verfügt laut Signa aktuell über eine Mietfläche von rund 15.000 Quadratmetern. Auf der Homepage sind derzeit 26 aktive Geschäfte und Restaurants in der Passage aufgeführt. Bisheriger Besitzer des Gebäudes war die MEAG, der Vermögensverwalter der Munich Re und der Ergo Group.

Die von Benko 1999 gegründete Signa-Gruppe gehört mit einem Immobilienvermögen von mehr als 14 Milliarden Euro zu einem der größten Immobilieninvestoren in Europa. Benko hatte zuletzt die Möbelketten Kika und Leiner übernommen, die deutschen Warenhäuser Karstadt und Kaufhof fusioniert und sich bei zwei der größten Tageszeitungen Österreichs eingekauft.

hej/dpa



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dasfred 09.01.2019
1. Noch mehr Hamburg zum meiden
Hamburg strukturiert sich um. Früher kam man aus dem Umland zum Einkaufen um was besonderes zu finden. Heute findet man an den alten Stellen den selben Kram wie überall. Um die Pachten zu erwirtschaften, wird nur noch billiges Zeug mit riesigen Handelsspannen angeboten. Egal ob Klamotten oder Kaffee. Der Hamburger braucht zum shoppen nicht mehr in die City. Es gibt alles überall, nur keine Parkplätze. Die ganzen Traditionshäuser sind mittlerweile an internationale Investoren verscherbelt worden.
btwesten 09.01.2019
2. Kann man drauf verzichten
Moin miteinander, brauchen wir noch so eine Investitionsratte? Die ganze Stadt sieht doch eh schon nicht mehr wie "unser" Hamburg aus. Der Kerl geht mir echt auf den S..., da brauche ich nur an die Schnapsidee mit den Elbtowers zu denken. Adios mein Hamburg
Rüdiger IHLE, Dresden 09.01.2019
3. Ich kenne die Gänsemarkt-Passage seit den 80ern ...
.. und mir ist es egal, ob sie einer alten Hamburger Kaufmannsfamilie gehört .. oder einen " neuen " Milliardär aus Österreich . Und ich halte Benko für clever genug darauf zu achten , dass diese Passage ihren spezifischen Charme behält . Die interessantere Frage ist nur : WAS steht als nächstes auf seinem Einkaufszettel ?Gibt ja noch einige interessante Objekte in der Nachbarschaft ...
mussich 09.01.2019
4. Ausverkauf Hamburgs
wer Hamburg noch aus den 70er und 80er Jahren kennt, kann sich nur angeekelt abwenden. Das ist nicht mehr mein Hamburg. Seit Hans-Ulrich Klose gab es auch keinen guten Bürgermeister mehr in dieser Stadt.
xcountzerox 09.01.2019
5. Höchste Zeit
Noch vor 20-30 Jahren war da wenigstens etwas los. In den letzten 2-3 Jahren bin ich da mehrmals durchgegangen, zu unterschiedlichen Tages- und Wochenzeiten. Abolute Leere. Tot. Einzig das Block House ware gut besucht, wie immer. So eine Lage und derart schlecht genutzt.
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