Rettungsfonds Japan will Autoindustrie mit Millionenhilfen stützen

Für die japanische Autoindustrie ist Rettung in Sicht: Die Entwicklungsbank des Landes plant laut einem Agenturbericht einen Hilfsfonds für heimische Konzerne und Zulieferer einzurichten - 435 Millionen Euro schwer.

Toyota-Händler im japanischen Yokohama: Stütze für 14 Autobauer
REUTERS

Toyota-Händler im japanischen Yokohama: Stütze für 14 Autobauer


Tokio - Erdbeben, Tsunami, Atomdesaster: Die Katastrophen in Japan haben die heimische Autoindustrie hart getroffen. Nun plant das Land einen Rettungsfonds für die Branche einzurichten. Die Japanische Entwicklungsbank werde einen 50 Milliarden Yen (435 Millionen Euro) schweren Fonds für Autozulieferer einrichten, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von Bank-Insidern. "Die Katastrophe im Nordosten Japans hat die Zulieferkette der Autobauer schwer beschädigt und wir diskutieren eine finanzielle Unterstützung", sagte ein Verantwortlicher der Bank.

Geplant ist demnach, die gesamte Summe an den Verband der Autozulieferer zu übergeben, dieser soll das Geld dann an Unternehmen der gesamten Zulieferkette verteilen, auch an kleine Unternehmen, die nicht mit staatlichen Stellen regelmäßig in Kontakt stehen. Die 14 japanischen Autobauer stützen sich auf 800 wichtige Zulieferbetriebe. Diese arbeiten wiederum mit insgesamt 4000 weniger wichtigen Zulieferern zusammen, die sich ihrerseits auf 20.000 weitere Zulieferbetriebe stützen.

Ein Erdebeben der Stärke 9,0 hatte am 11. März den Nordosten Japans erschüttert, anschließend verwüstete eine gigantischer Tsunami die Region. Zerstört wurden auch viele Fabriken, unter anderem von Zulieferern der Autoindustrie. Die Industrieproduktion sank im März im Vergleich zum Februar um einen Rekordwert von 15,3 Prozent. Die beiden großen Autobauer Toyota Chart zeigen und Honda Chart zeigen mussten ihre Produktion auf etwa die Hälfte zurückfahren.

Für Toyota waren die Folgen besonders schmerzlich. Der Konzern hatte im ersten Quartal die Weltmarktführung an seinen US-Rivalen General Motors verloren. Was die Katastrophe für den Konzern letztlich bedeutet, ist noch nicht raus. Experten halten es aber sogar für möglich, dass die Konkurrenten Volkswagen Chart zeigen und General Motors Chart zeigen die Japaner in diesem Jahr bei der Zahl verkaufter Autos überholen.

yes/AFP



insgesamt 3 Beiträge
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e.schw 30.05.2011
1. Falsch übersetzt...
Zitat von sysopFür die japanische Autoindustrie ist Rettung in Sicht: Die Entwicklungsbank des Landes plant laut einem Agenturbericht*einen Hilfsfonds für heimische Konzerne und Zulieferer einzurichten -*435 Millionen Euro schwer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,765592,00.html
Gemeint können nur 50 *Billionen* (deutsche Billionen) Yen sein. 50 Milliarden wären ein Tropfen auf einen heißen Stein.
e.schw 30.05.2011
2. Korrektur...
Zitat von e.schwGemeint können nur 50 *Billionen* (deutsche Billionen) Yen sein. 50 Milliarden wären ein Tropfen auf einen heißen Stein.
Andererseits: 435 Milliarden Euro allein für die Autoindustrie und deren Zulieferer scheint um das Zehnfache zu hoch.
Silverhair, 30.05.2011
3. Eher weniger als ein Tropfen auf den Heißen Stein
Zitat von e.schwAndererseits: 435 Milliarden Euro allein für die Autoindustrie und deren Zulieferer scheint um das Zehnfache zu hoch.
Millionen !!! Das ist grad der Betrag den Merkel mit Ackermann für eine Fete ausgibt - nicht wirklich viel - eher ein weniger als ein Tropfen auf den Heißen Stein! 800+4000+20000 = 24.800 Betriebe: 435/24.800 = 17.540 Euro! Das reicht dt. Bankern grad fürs Frühstück ... und für einen Betrieb auch in Japan eher grad mal der Schuldendienst an Zinsen! Wie man damit die "Zulieferbetriebe" die sich ja neues Land und Flächen teilweise suchen müssen wieder flott bekommen will ist eher ein Rätzel!
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