Nach acht Jahren Rewe gibt seine Bio-Kette Temma auf

Mit den Temma-Läden wollte Rewe eine reine Bio-Kette auf dem deutschen Markt etablieren. Nun erklärt der Handelskonzern das Experiment für gescheitert - will aber von den gewonnen Erfahrungen profitieren.

Rewe-Markt in Düsseldorf
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Rewe-Markt in Düsseldorf


Der Handelskonzern Rewe beendet nach gut acht Jahren den Versuch, unter dem Namen Temma eine eigene Kette von reinen Bio-Filialen auf dem deutschen Markt auszurollen. Sieben der neun vorhandenen Läden sollen Ende Januar geschlossen werden, wie ein Rewe-Sprecher mitteilte. Die beiden Kölner Temma-Märkten sollen an eine ehemalige Rewe-Managerin verkauft und als Bio-Fachhandelsmärkte unter dem alten Namen weitergeführt werden.

Künftig wolle die Handelskette sich darauf konzentrieren, das Bio-Angebot in den herkömmlichen Rewe-Supermärkten auszubauen, sagte der Sprecher. Dabei werde Rewe auch auf die bei Temma gewonnenen Erfahrungen zurückgreifen. Bereits in den vergangenen zwei Jahren hatte die Kölner Handelskette die Zahl der unter der Eigenmarke "Rewe Bio" angebotenen Artikel um 100 auf rund 600 erhöht. Das Geschäft laufe gut. In den vergangenen vier Jahren habe sich der Umsatz mit der Eigenmarke um 70 Prozent erhöht, sagte der Sprecher.

Die erste Temma-Filiale war im November 2009 in Köln eröffnet worden. Zuletzt gab es insgesamt neun Geschäfte in Köln, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Bad Homburg. Allen Temma-Mitarbeitern werde ein Angebot zur Weiterbeschäftigung innerhalb der Rewe-Gruppe gemacht, sagte der Sprecher.

asc/dpa

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