Müllvermeidung Rewe stoppt Verkauf von Plastiktüten

An der Kasse mal eben zur Plastiktüte greifen? Damit ist beim Lebensmittelriesen Rewe nun Schluss. Der Konzern verbannt die Tüten aus seinen Läden - bis auf eine Ausnahme in der Gemüseabteilung.

Plastiktüte von Rewe
DPA

Plastiktüte von Rewe


Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe stoppt den Verkauf von Plastiktüten in allen seinen Märkten. Stattdessen will der Konzern Taschen aus Baumwolle und Jute, Permanent-Tragetaschen aus Recyclingmaterial, Kartons und Papiertüten anbieten.

Dadurch sollten in Deutschland jährlich rund 140 Millionen Plastiktüten weniger im Müll landen, wie Rewe ankündigte. In den über 3000 Rewe-Märkten kaufen wöchentlich rund 27 Millionen Kunden ein. Restbestände an Plastiktüten würden noch bis Juli verkauft.

Es gibt eine Ausnahme: Die kostenlosen durchsichtigen Plastiktüten aus der Obst- und Gemüseabteilung bleiben vorläufig. Auch hier werde aber nach Alternativen gesucht, sagte ein Unternehmenssprecher.

Drei Monate lang hatte Rewe in mehr als 130 Märkten testweise auf Plastiktüten verzichtet. Ein Großteil der Verbraucher akzeptiere den Schritt, teilte der Konzern mit. Fast zwei Drittel der befragten Kunden wolle zu mehrfach verwendbaren Tragetaschen oder Einkaufskartons greifen.

Von Juli an werden Plastiktüten in zahlreichen Geschäften im Einzelhandel kostenpflichtig. Das sieht eine Vereinbarung des Handelsverbandes Deutschland mit dem Bundesumweltministerium vor. Hintergrund ist eine EU-Verordnung, die vorsieht, dass alle Mitgliedstaaten den Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftüten reduzieren müssen.

sep/dpa



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HaraldKönig 01.06.2016
1.
Das ist gut so und schützt die Meere. Ich wohne hier an der Küste und man sieht das Wasser vor lauter Plastiktüten nicht mehr . Moo..ment ich habe das bloß geträumt, meine Plastktüten nutze ich als Müllbeutel, die ich nun zusätzlich kaufen muss. Was die Gesamtzahl der Plastiktüten keineswegs verringert, mich aber mehr Geld kostet. Ist das vielleicht der Sinn des Verbotes?
davemciroy 01.06.2016
2. Sehr schön
Es geht doch. Wenn die Großen damit anfangen, trauen sich auch andere schneller. In Österreich z. Bsp. gibt es eine große Kette, die nur noch Fair-Trade-Bananen anbietet und es läuft gut.
ranzassel 01.06.2016
3. Keine Einwegtüte....
...kein Einkauf. Einfache Sache. Ich schleppe bestimmt nicht die ganze Woche Plastikkörbchen und Jutebeutel durch die Gegend, nur weil ich vielleicht mal spontan was Einkaufen möchte. Zudem funktionieren die Plastiktüten der Supermärkte wunderbar als Mülltüten.... Reißfest, wasserdicht und groß genug um nicht zweimal am Tag zur Mülltonne zu müssen. Was man von den üblichen "Müllbeuteln" die man regulär zu kaufen bekommt nicht sagen kann. Wobei sich das Problem des Lebensmitteleinzelhandels ohnehin bald lösen wird. Nämlich genau dann, wenn Amazon und Co. im großen Stil in diesen Bereich Fuß fassen. Für Klamotten, Elektronik und sonstigen Bedarf setze ich schon heute keinen Fuß mehr in ein klassisches Geschäft. Und DAS ist wesentlich umweltfreundlicher... die Pakete kommen gesammelt in gut ausgelasteten Verkehrsmitteln statt dem üblichen Individualverkehr wenn Samstag vormittags Millionen von Leuten mit ihren SUVs ins Einkaufszentrum am Rande der Stadt fahren.
sge-f 01.06.2016
4. Das wurde aber auch Zeit!
Jetzt sollte man noch Kunststoffflaschen abschaffen, die im Automaten zerdrückt werden. Halten nur den Betrieb im Getränkemarkt auf! Und ich bin kein Öko!!!
jocelynn 01.06.2016
5.
finde ich gut. ich selbst nutze seit jahren nur stoffbeutel (es sei denn, ich vergesse, einen mitzunehmen, was aber nur ganz selten vorkommt). toll fände ich, wenn rewe jetzt noch flächendeckend in seinen filialen tariflohn zahlen würde...
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