Rüstungsboom Rheinmetall verbucht starke Gewinne

Lange machte Rheinmetall mit Rüstungsgeschäften nur Verluste - doch der Düsseldorfer Konzern profitiert davon, dass viele Länder militärisch aufrüsten. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt.

Kampfpanzer Leopard II
picture-alliance/ dpa/dpaweb

Kampfpanzer Leopard II


Das boomende Geschäft mit Rüstungsgütern hat dem Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall Chart zeigen 2016 deutlich mehr Gewinn beschert. Das operative Ergebnis schnellte im vergangenen Jahr um 23 Prozent auf 353 Millionen Euro nach oben. Der Umsatz wuchs um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Die Rüstungssparte steuerte besonders viel zu dem Konzernaufschwung bei: Der Umsatz in diesem Geschäftsfeld stieg um 300 Millionen Euro auf 2,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis des Rüstungsgeschäfts stieg um 63 Prozent auf 147 Millionen Euro.

Mit dem lange defizitären Rüstungsgeschäft verdient Rheinmetall seit 2015 wieder Geld. Der Konzern profitiert davon, dass viele Länder im militärischen wie im zivilen Bereich aufrüsten. Rheinmetall entwickelt und produziert Panzer wie etwa den Puma oder Leopard, Waffen und Munition und ist auch auf den Gebieten der Flugabwehr und Elektronik unterwegs. Auch die Auftragsbücher sind prall gefüllt: Der Auftragsbestand stieg auf rund 6,7 Milliarden Euro an.

Auch das zweite Geschäftsfeld - die Automobilzulieferung - verzeichnete wachsenden Umsatz und Gewinn. Der Anstieg des operativen Ergebnisses fiel mit 8,3 Prozent allerdings geringer aus.

Rheinmetall hat ambitionierte Expansionspläne. Ende vergangenen Jahres verkündete der Konzern die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der amerikanischen Firma Day & Zimmermann. Ziel der Kooperation ist, Munition für den US-Markt herzustellen.

beb/Reuters



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