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Waffenbranche im Umbruch: Rheinmetall soll neuen Rüstungsriesen planen

Entsteht in Deutschland ein neuer Rüstungskonzern? Laut "Handelsblatt" will das Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall Sparten von Thyssen-Krupp und Airbus übernehmen.

Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf: Erste Sondierungsgespräche geführt Zur Großansicht
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Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf: Erste Sondierungsgespräche geführt

Düsseldorf - Rheinmetall will laut einem Bericht des "Handelsblatts" mit umfangreichen Übernahmen seine Bedeutung als Rüstungskonzern ausbauen. Dazu prüfe Rheinmetall-Chef Armin Papperger unter anderem eine Übernahme der Marinesparte von ThyssenKrupp Chart zeigen. Erste Sondierungsgespräche seien bereits geführt worden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Besonders interessiert sei Papperger am U-Boot-Bau. Beide Unternehmen hätten einen Kommentar abgelehnt.

Auch Übernahmen der Airbus-Töchter Atlas Elektronik oder Optronics seien möglich, heißt es in dem Bericht weiter. Airbus-Chef Tom Enders könne diese noch 2014 zum Verkauf stellen. Das Unternehmen war 2012 selbst an einer geplanten Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems gescheitert. Anschließend hatte Enders eine Verkleinerung des Rüstungsgeschäfts angekündigt.

Auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte kürzlich eine Konsolidierung der Branche. Aus seiner Partei wird bereits Zustimmung für mögliche Zukäufe signalisiert. "Sollte sich Rheinmetall breiter aufstellen wollen, würde ich das nur begrüßen", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, dem "Handelsblatt".

Rheinmetall soll auch an einer Übernahme von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) interessiert sein, die Unternehmen produzieren bereits verschiedene Panzer gemeinsam. KMW plant zwar bislang einen Zusammenschluss mit dem französischen Konkurrenten Nexter. Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge herrscht in Frankreich der Eindruck vor, dass Wirtschaftsminister Gabriel den Deal nicht mehr unterstützt.

dab

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insgesamt 17 Beiträge
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1.
Tiananmen 12.09.2014
Wollte Gabriel nicht noch vor weniger als einem Jahr, dass die Rüstungsbranche auf Kochtöpfe o.ä. umstellt? Es wird alles weniger wert, leider. Als die Holländer noch die burgundische Rüstung unterstützten ging es noch um Rheingold.
2.
Ruler 12.09.2014
Niebel macht als Ex-Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gute Arbeit ganz im Sinne seines Auftragsgebers.
3.
praetor300 12.09.2014
Na, nachdem unsere Politiker alles tun, um Nachfrage zu schaffen, lohnt sich das ja auch! Alles passt ins Bild....
4. Alle Rüstungsbetriebe verstaatlichen
rockwater 12.09.2014
und alle Waffenexporte außerhalb Nato verbieten.
5. Wieder einmal Deutscher Sonderweg
makuzei 12.09.2014
Im Grunde gehört das alles doch eher in den Bereich Verteidigung und Aussenpolitik - was wuracht denn dieser kleinkarierte Dilettant Gabriel da herum - reicht ihm das Energiewende-Desaster nicht? Mit dem Sitz in Deutschland kann sich z Zt kein solch Unternehmen wirklich entfalten-ich würde als Boss überlegen,den Stammsitz zu verlegen nach Polen bspw - oder Frankreich.Frankreich wird sich auf Dauer die deutsche Meise nicht gefallen lassen,was immer in den Verträgen steht. Das Buch :Deutschland im Wahn - 2014: der unaufhaltsame Aufstieg der AfD [Taschenbuch] amazon -auch als ebook setzt sich damit auseinander -und kommt zu dem Schluss,dass es moralische Pflicht jedes Staatsmanns ist,die eigene Wehrtechnik so stark zu machen wie nur irgend möglich.Das machen übrigens ALLE auf der Welt so-ALLE. -
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