Roboter bei Nestlé in Japan Gib mir Kaffee, Maschine!

Marketingmasche mit Maschinen: Nescafé-Verkäufer müssen keinen Kaffee trinken. Zumindest, wenn sie Automaten sind. Der Konzern Nestlé will jedenfalls humanoide Roboter in japanischen Läden einsetzen.

REUTERS

Tokio - Viele Menschen in Japan lieben verrückte Technik-Gadgets. Kein Wunder, dass der Konzern Nestlé seine neue Verkaufsmasche im dortigen Weihnachtsgeschäft testet: Der Schweizer Lebensmittelriese will ab Dezember Roboter als Verkäufer in rund tausend japanischen Nescafé-Filialen einsetzen, teilte das Unternehmen mit.

Die humanoiden Roboter hören auf den Namen Pepper. Die Maschinen sollen Kaffeemaschinen an die Kunden verkaufen. Der Konzern hofft, dass die Interaktion mit einem Roboter den Konsumenten Vergnügen bereiten werde, heißt es in der Mitteilung. Die Roboter wurden von der französischen Firma Aldebaran entwickelt, in Zusammenarbeit mit deren japanischem Mutterhaus, dem Telekommunikationsunternehmen Softbank.

Die kleinen Roboter auf Rollen können Erläuterungen zu den verschiedenen Produkten geben und sollen mit den Kunden kommunizieren können. Nach Angaben des Konzerns sollen sie Gesichtsausdrücke von Menschen, die Tonlage ihrer Stimmen und ihre Gefühle erkennen können. Außerdem sollen mehrere der Roboter sich untereinander austauschen und so das übertragen können, was sie im Kundengespräch gelernt haben.

Einige der Roboter sind in Geschäften von Softbank in Tokio bereits im Einsatz. Die Gruppe des Milliardärs Masayoshi Son will sie ab Februar einem breiten Publikum verkaufen.

bos/AFP



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rellüMsnaH 29.10.2014
1. Meine Oma hat es geahnt ...
... als sie uns vor über 40 Jahren erzählte, dass eines Tages die Roboter unsere Arbeit übernehmen würden. Und auch die Konsequenzen daraus hat sie gesehen: Irgendwann wird kaum noch jemand genug Geld verdienen, um den Robotern dann noch etwas abzukaufen. Ich dachte damals: Nicht in meinem Leben, aber es scheint fast so, als sei meine Großmutter etwas weiser gewesen als ich.
Galik 01.11.2014
2.
Zitat von rellüMsnaH... als sie uns vor über 40 Jahren erzählte, dass eines Tages die Roboter unsere Arbeit übernehmen würden. Und auch die Konsequenzen daraus hat sie gesehen: Irgendwann wird kaum noch jemand genug Geld verdienen, um den Robotern dann noch etwas abzukaufen. Ich dachte damals: Nicht in meinem Leben, aber es scheint fast so, als sei meine Großmutter etwas weiser gewesen als ich.
Das ist die Logik der modernen Welt, in der Geld alles ist: Wenn Roboter mal alles produzieren können und wir ohne Arbeit genug für alle haben, dann müssen alle verhungern, weil sie ja nicht gearbeitet haben und daher nichts verdienen. Dass man dann die in mehr als ausreichenden Mengen verfügbaren Lebensmittel einfach verteilen könnte, dass darf ja nicht sein. Denn wer nicht arbeitet, der soll eben hungern. Und wenn es keine Arbeit mehr gibt, dann müssen alle sterben - auch wenn es genug Lebensmittel für alle gibt. Das gleiche gilt außer für Lebensmittel dann natürlich auch für alle anderen Produkte. Wer so denkt, der wünscht sich wohl auch, dass Adam und Eva im Paradies verhungert wären. Das waren ja kommunistische Zustände da.
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