Kunstauktion Rockefeller-Nachlass könnte eine Milliarde Dollar bringen

Wird das die Auktion des Jahrhunderts? An diesem Dienstag kommt in New York die Sammlung des US-Milliardärs David Rockefeller unter den Hammer. Das Auktionshaus Christie's rechnet mit Rekorderlösen.

AP/Christies Images

Beim New Yorker Auktionshaus Christie's kommt ab diesem Dienstag die Sammlung von Peggy und David Rockefeller unter den Hammer. Das Haus rechnet mit Einnahmen von mehr als einer Milliarde Dollar. Der bisherige Rekord für eine Nachlassversteigerung, der 2009 mit der Sammlung des Modeschöpfers Yves Saint Laurent für 484 Millionen Dollar aufgestellt wurde, würde damit deutlich übertroffen. Das US-Magazin "Vanity Fair" prophezeit die "größte Kunst-Auktion aller Zeiten".

Bei der Rockefeller-Versteigerung werden bei sechs Auktionen in drei Tagen mehr als 1600 Objekte versteigert, darunter das Gemälde "Junges Mädchen mit Blumenkorb" von Pablo Picasso, das von Christie's auf 100 Millionen Dollar geschätzt wird. Das Gemälde von 1905 zeigt die Blumenverkäuferin Linda vom Pariser Montmartre als Akt mit einem Strauß roter Rosen. Vor Rockefeller besaß das Gemälde nur die Schriftstellerin Gertrude Stein, die es direkt vom spanischen Maler gekauft hatte.

Erlöse sollen gespendet werden

Auch Henri Matisses Bild "Odalisque couchée aux magnolias", das im Wohnzimmer des Landsitzes der Rockefellers hing, gilt als begehrtes Stück. "Es ist der beste Matisse in Privatbesitz", sagte ein Kunstexperte vor der Auktion. Er schätzte den Preis auf 70 Millionen Dollar.

Der Gesamterlös der Sammlung soll an verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen gehen. Das ist der Wille des letzten Enkels des legendären US-Ölmagnaten John Rockefeller. David Rockefeller war im März 2017 im Alter von 101 Jahren an Herzversagen gestorben.

David Rockefellers Mutter Abby hatte das Museum of Modern Art (MoMA) 1929 mitgegründet, es soll nun einen Teil des Erlöses erhalten. Zu Lebzeiten hatte Rockefeller dem Haus schon 150 Millionen Dollar gespendet.

Auch der Thinktank Council on Foreign Relations, Rockefellers frühere Universität Harvard sowie mehrere Forschungseinrichtungen rund um Medizin, Bildung und Landwirtschaft sollen nun etwas von den Erlösen der Auktion abbekommen.

hej//AFP/dpa



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