Start-up-Schmiede Rocket Internet macht erstmals Gewinn

Rocket Internet hat sich erstmals in die Gewinnzone bugsiert. Viele Beteiligungen der Start-up-Fabrik warten aber immer noch auf schwarze Zahlen.

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer
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Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer


Nach hohen Verlusten im vergangenen Jahr ist die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet mit einem Gewinn in das neue Jahr gestartet. Für die Beteiligungsgesellschaft der Samwer-Brüder zahlte sich vor allem aus, dass sie Anteile am Essenslieferanten Delivery Hero verkauft hatte. Im ersten Quartal 2018 wies Rocket Internet deshalb einen Konzerngewinn in Höhe von 75 Millionen Euro aus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust in Höhe von 86 Millionen Euro angefallen war, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Nach Steuern blieb unter dem Strich ein Überschuss von 72 Millionen Euro übrig. Das Unternehmen ist seit März im MDax der mittelgroßen Börsenwerte notiert.

Rocket Internet hatte den Großteil seiner Beteiligung an Delivery Hero an den südafrikanischen Medienkonzern Naspers abgegeben und damit seinen Anteil bis Ende März auf acht Prozent reduziert. Die Beteiligungen HelloFresh, Global Fashion Group, Jumia, Westwing und Home24 erzielten weiteres Umsatzwachstum - die Mehrzahl der Unternehmen arbeitet aber noch nicht profitabel.

Rocket Internet gründet Firmen oder investiert in junge Unternehmen. Als bisher größter Erfolg aus dem Hause Samwer gilt der Onlinemodehändler Zalando. Auf eine weitere, ähnlich gute Story warten die drei Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer aber bislang. Nach den Börsengängen von Delivery Hero und HelloFresh im vergangenen Jahr hatte unlängst der Internetmöbelhändler Home24 einen Börsengang angekündigt.

hej/dpa



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