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Hohe Nachfrage bei Investoren: Rocket zieht Börsenstart um eine Woche vor

Oliver Samwer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Rocket Internet AG Zur Großansicht
DPA

Oliver Samwer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Rocket Internet AG

Jetzt geht alles noch schneller: Statt am 9. Oktober will die Start-up-Schmiede Rocket Internet schon am 2. Oktober an die Börse gehen. So will das Unternehmen 1,6 Milliarden Euro einsammeln.

Berlin - Die Berliner Start-up-Schmiede Rocket Internet will eine Woche früher an die Börse gehen als geplant. Aufgrund der hohen Investoren-Nachfrage werde das Angebot vorzeitig am 1. Oktober abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit. Die Erstnotierung sei für den 2. Oktober geplant - einen Tag nach dem Börsen-Debüt von Rocket-Ableger Zalando.

Die Preisspanne für die Rocket-Aktien war erst vor wenigen Tagen auf 35,50 Euro bis 42,50 Euro festgelegt worden. Das Gesamtvolumen der Platzierung soll bei knapp 1,6 Milliarden Euro liegen. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, netto etwa 750 Millionen Euro einnehmen zu wollen. Rocket wird allerdings nicht im Prime Standard, sondern im Entry Standard debütieren. Damit entfällt etwa die Pflicht zur Offenlegung von Quartalsberichten.

Hauptanteilseigner von Rocket Internet sind die Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer, die auch gut 16 Prozent an Zalando halten. Die bestehenden Anteilseigner wollen bei dem Börsengang keine Anteile verkaufen, es sollen nur neue Aktien platziert werden. Rocket würde demnach an der Börse mit bis zu 6,7 Milliarden Euro bewertet. Zum Vergleich: Die Lufthansa als Dax-Konzern kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 5,9 Milliarden Euro.

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Zalando und Co.: So entstand das Samwer-Imperium
Rocket Internet war 2007 gegründet worden und bringt hauptsächlich Internet-Start-ups auf den Weg. Das Grundprinzip: Eine Geschäftsidee, die in den USA schon gut funktioniert, wird schnell umgesetzt und in verschiedenen Ländern an den Start gebracht. Aktuell sind unter dem Rocket-Dach mehr als 50 Firmen in verschiedenen Weltregionen aktiv. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Online-Handel.

Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen in die Entwicklung neuer und bestehender Internetfirmen unter dem Rocket-Dach fließen. "Wir sind überzeugt, dass Rocket eine einmalige Chance hat, am Wachstum des Internethandels in Schwellenländern teilzuhaben", erklärte Vorstandschef Oliver Samwer. Der Börsengang sei ein "bedeutender Meilenstein" für das Unternehmen.

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Die Börsengänge von Zalando und Rocket Internet gelten als größte Erstnotizen seit den Zeiten der New Economy um die Jahrtausendwende.

vks

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insgesamt 13 Beiträge
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    Seite 1    
1. na da haben wohl welche Angst
die80er 26.09.2014
das die Börsen vorher noch n Abflug machen hm? Alle regelrecht in Endzeitpanik um ja noch richtig Kasse machen zu können....
2. Sinn?
hobbyleser 26.09.2014
Besucht man die Website von Rocket, trifft man auf deren Mission. Großmäulig verrät man, dass man die größte Internetplattform des Universums und aller Galaxien werden will (mal von Plattformen in den USA und China abgesehen). Keine Rede vom Nutzen der Plattform. Selbstzweck genügt. Und dafür, dass mir die Brüder jahrelang mit Jamba auf die Nüsse gegangen sind, stehen die und all ihre Unternehmungen auf meiner persönlichen Sanktionsliste. Da habt ihr den Salat!
3. Falschdarstellung
ihawk 26.09.2014
Wenn im Artikel von der Lufthansa die Rede ist, handelt es sich bestenfalls um eine leichtfertige Falschdarstellung, wohl eher um vorsätzliche Polemik. Der Gesamtkonzern besteht aus einen halben Dutzend ausgelagerten höchst profitablen Aktiengesellschaften z.B. der Lufthansa Service AG. Nur passt das halt nicht zum Betrug über die Pensionsfonds der Piloten.
4. schall und rauch
paulrevere 26.09.2014
dieses samwer-kartenhaus wird schon sehr bald in sich zusammenfallen. mit ihrer copy/paste-strategie haben sich tatsächlich viel geld verdient, an wirklicher nachhaltigkeit sind diese 3 herren jedoch nicht interessiert. zalando schreibt das erste mal ansatzweise schwarze zahlen, weshalb man schnell auf den markt drängt, bevor es zu spät ist. blöd, wer da geld reinsteckt. die samwers sind zu beglückwünschen. sie verstehen die mechanismen des marktes und dessen aktuere.
5. Cräsh
cn459 26.09.2014
Die haben wohl Angst, dass ihnen das ganze kurz vor dem Ziel noch um die Ohren fliegt?
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