Frankfurt am Main - Im Frühling sollte die europäische Rating-Agentur loslegen - eigentlich. Nun wird das Projekt frühestens im Herbst starten. Die von der Unternehmensberatung Roland Berger geplante Agentur habe noch nicht genügend Geldgeber gefunden, berichtet die "Börsen-Zeitung". Sie beruft sich dabei auf Aussagen des Initiators Markus Krall auf einem Treffen der Finanzbranche in Frankfurt.
Dem Roland-Berger-Partner Krall sei es nicht gelungen, die anvisierten 300 Millionen Euro Startkapital wie geplant bis zum Ende des ersten Quartals einzuwerben, berichtet die Zeitung weiter.
Die geplante Gründung einer neuen Rating-Agentur wird in der Finanzwelt aufmerksam verfolgt - vor allem weil sie als Gegengewicht zu den US-Branchenriesen Standard & Poor's, Moody's und Fitch fungieren soll. Für Kritiker sind sie Hauptverantwortliche der gegenwärtigen Finanzturbulenzen. Die geplante neue Rating-Agentur soll von Frankfurt aus operieren und unabhängig von Banken und Regierungen sein.
yes/dpa-AFX
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