Preisabsprachen Rossmann muss Millionenstrafe wegen Kaffee-Kartells zahlen

Weil sie mit dem Hersteller Melitta ihre Preise abstimmte, muss die Drogeriekette Rossmann 30 Millionen Euro Strafe zahlen. Ein vom Kartellamt zunächst verhängtes Bußgeld hat sich damit nahezu versechsfacht.

Rossmann-Filiale
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Die Drogeriemarktkette Rossmann ist wegen illegaler Preisabsprachen mit dem Kaffeeröster Melitta zu einer Geldbuße von 30 Millionen Euro verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf fällte dieses Urteil wegen einer "vorsätzlichen Kartellwidrigkeit". Damit wurde die vom Bundeskartellamt zunächst verhängte Strafe von 5,5 Millionen Euro beinahe versechsfacht. Rossmann hatte Einspruch gegen den Bußgeldbescheid eingelegt.

Das Kartellamt hatte Absprachen zwischen Melitta und insgesamt fünf Handelsunternehmen aufgedeckt. Sie sollen sich über einen Mindestverkaufspreis vor allem für Filterkaffee verständigt haben. Das Bundeskartellamt verhängte schließlich Geldbußen von insgesamt rund 50 Millionen Euro.

Edeka, Kaufland, Metro und Rewe verzichteten auf den Gang vor Gericht und erkauften sich so einen Abschlag beim Bußgeld. Melitta kam ohne Bußgeld davon, weil das Unternehmen bereits vor der Einleitung des Verfahrens umfassend mit dem Bundeskartellamt kooperiert hatte.

hej/dpa



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