Zu hohe Kreditrisiken Russische Kirchenbank verliert Lizenz

Die russische Ergobank ist zu hohe Risiken bei der Kreditvergabe eingegangen. Jetzt hat die Bankenaufsicht der Hausbank des einflussreichen Patriarchats die Lizenz entzogen.

Kirchenglocken vor dem Dreifaltigkeitskloster in Sergijew Possad: Das Kloster gehört zu den Kunden der Ergobank
DPA

Kirchenglocken vor dem Dreifaltigkeitskloster in Sergijew Possad: Das Kloster gehört zu den Kunden der Ergobank


In Russland hat erneut ein Finanzdienstleister seine Lizenz verloren. Die Ergobank sei zu hohe Kreditrisiken eingegangen, hieß es von der russischen Bankenaufsicht. Pikant: Die Ergobank gilt als Hausbank der russisch-orthodoxen Kirche.

In der russischen Wirtschafts- und Finanzkrise sind viele kleine Banken in Probleme geraten, die Bankenaufsicht entzieht jeden Monat mehrere Lizenzen.

Die Ergobank, nach Bilanzsumme auf Rang 240 in Russland, hatte Anfang der Woche Liquiditätsprobleme eingestanden. Zu ihrem Kerngeschäft zählten bislang Finanzdienstleistungen für die orthodoxe Kirche, die in Russland laut Gesetz weder steuer- noch rechenschaftspflichtig ist.

Zu den 60 Kirchenkunden der Ergobank sollen nach Medienberichten auch das berühmte Dreifaltigkeitskloster in Sergijew Possad und das Danilow-Kloster in Moskau zählen, der Sitz von Kirchenoberhaupt Kirill. Das Patriarchat kommentierte der Agentur Interfax zufolge die Schließung der Bank bisher nicht.

brt/dpa

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