Nach US-Sanktionen Russischer Oligarch Deripaska zieht sich zurück

Nach Sanktionen der USA beugt sich Oligarch Oleg Deripaska dem Druck. Er tritt als Chef des Konzerns En+ zurück und gibt seine Mehrheit ab. Seinem Vertrauten Wladimir Putin dürfte das nicht gefallen.

Oleg Deripaska (Archivbild)
REUTERS

Oleg Deripaska (Archivbild)


Unter dem Druck von US-Sanktionen gibt der russische Aluminium-Oligarch Oleg Deripaska die Kontrolle über den Konzern En+ ab. Auch als Vorstandschef trete er zurück, teilte das Unternehmen in Moskau mit.

Durch En+ hatte Deripaska, der als Vertrauter von Präsident Wladimir Putin gilt, auch die Kontrolle über den weltweit zweitgrößten Aluminiumhersteller Rusal. Deripaska werde seinen Anteil an dem Konzern auf unter 50 Prozent reduzieren. Zuvor war er bereits als Chef von Rusal selbst zurückgetreten. Die US-Sanktionsbehörde Ofac wurde um Frist bis Ende Oktober gebeten.

Die USA hatten Anfang April En+, Rusal und den Unternehmer persönlich mit Sanktionen belegt. Die Maßnahmen gegen Rusal trieben auf dem Aluminium-Weltmarkt die Preise hoch. Unternehmen, die das Leichtmetall weiterverarbeiten, warnten vor erheblichen Engpässen. Es wird unter anderem zur Herstellung von Fahrzeugen und Maschinen verwendet.

Das US-Finanzministerium schwächte deshalb das völlige Verbot von Geschäften mit Rusal ab, forderte aber, dass Deripaska die Kontrolle abgibt. Die russische Führung diskutiert, wie ihm und anderen betroffenen Oligarchen geholfen werden kann.

ans/dpa/Reuters



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