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Ölpreisverfall: Rubel sackt auf Rekordtief

Ölraffinerie im russischen Achinsk: Starke Abhängigkeit von Ölexporten Zur Großansicht
REUTERS

Ölraffinerie im russischen Achinsk: Starke Abhängigkeit von Ölexporten

Der Ölpreis fällt weiter - und mit ihm der russische Rubel. Nun hat die Währung einen historischen Tiefstand erreicht.

Russlands Währung ist so schwach wie nie zuvor. Ein Dollar kostete am Mittwoch erstmals mehr als 80 Rubel. Der Kurs erreichte am Mittag den historisch schwächsten Stand von 80,70 Rubel. Auch der Wechselkurs zum Euro verschlechterte sich. Für einen Euro wurden zeitweise 87,67 Rubel gezahlt, ebenfalls der höchste Stand seit Ende 2014.

Experten machten vor allem den Ölpreisverfall für die Schwäche des Rubel verantwortlich. Die russische Wirtschaft und der Rubel sind stark von den Einnahmen aus Ölexporten abhängig. Der Preis für Rohöl ist in den vergangenen Monaten massiv gefallen, am Mittwoch kostete ein Barrel der US-Sorte WTI 27,32 Dollar und damit so wenig wie zuletzt im September 2003. Auch die Nordsee-Ölsorte Brent hat sich weiter verbilligt.

Die russische Wirtschaft leidet seit Monaten unter dem Ölpreisverfall. Erschwerend hinzu kommen die Sanktionen der EU und der USA gegen Russland. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Konjunkturprognose bereits abgesenkt. Er rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um ein Prozent schrumpfen wird.

brk/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 58 Beiträge
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1. Das ist schon beinahe Kunst!
joes.world 20.01.2016
Ein an Rohstoffen reiches Land. Nicht nur denen unter der Erde; sondern auch den vielen klugen Menschen. Ein Staat, der das Potential seiner Einwohner sträflich nicht wecken kann! Der es Wissenschaftern, Unternehmern schwer macht, ein gewinnbringendes Unternehmen zu gründen und später vor allem auch erfolgreich zu führen. Weil zu viele ihre Hände aufhalten und nichts für das Unternehmen tun. Es aber sehr wohl schädigen können. Wenn man sie nicht mitversorgt. Korrupte Beamte - von Putins Männern gedeckt, sogar manchmal von ihm selber (Magnitzky-Affäre) , Kriminelle. All das behindert Russlands kluge Leute, eine breite Mittelschicht zu bilden. Es gibt ein paar wenige, gut in die Politik vernetzte, Milliardäre. Die das Land ausplündern. Es gibt Beamte, die das Regime stützen und sich dafür beim "kleinen Mann" schadlos halten dürfen. Und dann gibt es den Rest. Schade, dass die Regierung Putin nicht ein System aufbauen kann (will?), dass die Tüchtigen unterstützt und schützt. Dann nämlich könnte sich das Potential Russlands entfalten.
2. Russen
MiniDragon 20.01.2016
die sich in US $ oder in € verschuldet haben, sind nicht zu beneiden.
3. Krim
derwadenbeisser 20.01.2016
Tja, das kommt dabei heraus, wenn man anderen Staaten ein Stück Land wegnimmt. Ich erinnere an Obamas Wort: Die Krim Annexion werden die Russen teuer bezahlen. Putin hat geglaubt er bekommt die Krim zum Nulltarif.
4.
Partieller Augentinnitus 20.01.2016
Aus dem Artikel: "Für einen Euro wurden zeitweise 87,67 Rubel gezahlt, ebenfalls der höchste Stand seit Ende 2014." Lieber Autor, es ist der höchste Stand aller Zeiten: http://www.boerse.de/devisen/Euro-Rubel/EU0001458346 Und das ist gut so!
5.
Tostan 20.01.2016
Tja, die Russische Regierung ist die einzige börsennotierte auf der Welt. Das Aktienkürzel ist GAZ
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