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Aufspaltung: RWE-Chef Peter Terium übernimmt Doppelrolle

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RWE-Chef Peter Terium

Die geplante Aufspaltung des Energiekonzerns RWE nimmt Formen an. Dabei kommt Konzernchef Peter Terium vorübergehend eine Doppelrolle zu.

Der unter Druck geratene RWE-Konzern hat die Weichen für einen Neuanfang gestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorstandsvorschlag an, die Dividende für Stammaktien zu streichen. Außerdem beschloss das Gremium, dass RWE-Chef Peter Terium bei der Aufspaltung des Konzerns in alte und neue Energie vorübergehend beide Gesellschaften führen soll.

Erst nach dem Börsengang der RWE-Zukunftsgesellschaft NewCo mit den Geschäftsfeldern erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb voraussichtlich Ende des Jahres gibt Terium den Vorsitz der Muttergesellschaft RWE AG ab. Bei der RWE AG sollen die Kraftwerke und der Energiehandel verbleiben. Der Manager konzentriert sich dann auf die Zukunftsgesellschaft, in der rund zwei Drittel der knapp 60.000 RWE-Beschäftigten arbeiten werden.

Die Leitung der alten RWE soll nach dem Rückzug Teriums der bisherige RWE-Vize Rolf Martin Schmitz übernehmen, beschloss der Aufsichtsrat ebenfalls. Die NewCo soll Anfang April gegründet werden.

Erlös aus Börsengang soll in erneuerbare Energien fließen

Mit der Aufspaltung will RWE die Position beider Sparten stärken. Die Einnahmen aus dem Börsengang sollen maßgeblich in NewCo-Investitionen für erneuerbare Energien fließen und damit die Zukunft des Konzerns sichern. Bei den regenerativen Energien hinkt RWE derzeit Konkurrenten wie E.on noch hinterher. Zugleich soll die alte RWE AG als zunächst 90-prozentiger NewCo-Eigner von den Gewinnen des neuen Unternehmens profitieren.

RWE legt in der kommenden Woche seine Jahresbilanz vor. Den Essenern machen - wie der gesamten Branche - die abgestürzten Strompreise im Großhandel zu schaffen. Vor 14 Tagen musste RWE deshalb eine erneute Abschreibung von mehr als zwei Milliarden Euro anmelden.

Der Vorschlag, die Dividende für Stammaktien zu streichen, hatte in den vergangenen Wochen lautstarke Proteste von kommunalen RWE-Aktionären ausgelöst. Die Kommunen, die knapp 25 Prozent der Aktien halten, sind im Aufsichtsrat mit vier von 20 Mitgliedern vertreten.

Einige Anteilseigner hatten angekündigt, bei der Hauptversammlung am 20. April gegen die Streichung der Dividende zu stimmen. Im Aufsichtsrat sei der Dividendenvorschlag aber einstimmig angenommen worden, sagte eine Sprecherin.

brt/dpa

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1. Solche Manager braucht das Land
peter79x 03.03.2016
Nix ist zu schwer, keine Herausforderung zu groß; solche Manager braucht das Land!
2. Von Subventionierung spricht man in den Medien nicht gerne
mit66jahren 03.03.2016
Unsere Subventionierung von Photovoltaik und Windkraftanlagen treibt die Börsenstrompreise in den Keller. Probleme gibt es deshalb nicht nur bei unseren großen Stromerzeugern und städtischen Anteilseignern, sondern infolge der grenzüberschreitenden Stromtransporte auch in den Nachbarländern. In der Schweiz werden selbst umweltfreundliche Wasserkraftwerke zeitweise unrentabel. Auch andere Länder sehen unsere wettbewerbsverzerrenden Eingriffe in den Strommarkt nicht gerne.
3. Manager
tatsache2011 03.03.2016
Zitat von peter79xNix ist zu schwer, keine Herausforderung zu groß; solche Manager braucht das Land!
RWE braucht diesen Manager, der die Fehler des großen Vorgängers beseitigt. Firmen teuer einkaufen und billig verkaufen. Atomausstieg im Jahr 2000 vertraglich vereinbaren und bis 2010 auf neues Gesetz hoffen. 10 Jahre Zeitvergeudung, die die Konkurrenz nutzte.
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