Abschreibungen auf Kraftwerke RWE macht 5,7 Milliarden Euro Verlust

Die niedrigen Strompreise und die Kosten für den Atomausstieg reißen den Stromkonzern RWE tief ins Minus. Für das vergangene Jahr verbuchte das Unternehmen einen milliardenschweren Verlust.

RWE-Kraftwerk in Nordrhein-Westfalen
REUTERS

RWE-Kraftwerk in Nordrhein-Westfalen


Der Energieriese RWE hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Das Minus belief sich auf 5,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Belastungen von 4,3 Milliarden Euro brachten allein Abschreibungen auf die eigenen Kraftwerke in Deutschland, zu einem kleinen Teil auch im Ausland. Diese seien das Ergebnis geänderter Erwartungen zur künftigen Entwicklung der Großhandelspreise für Strom, hieß es.

Zweite große Baustelle ist der Atomkompromiss: RWE zahlt zum 1. Juli 2017 die vereinbarten 6,8 Milliarden Euro in den neuen staatlichen Atomfonds. Damit sollen die weiteren Risiken der Atommülllagerung endgültig auf den Staat abgewälzt werden. Für die Zahlung musste RWE nach eigenen Angaben Rückstellungen von 1,8 Milliarden Euro bilden. Das Geld dafür kommt nach RWE-Angaben vornehmlich aus dem erfolgreichen Börsengang der Ökostrom-Tochter Innogy im vergangenen Herbst.

stk/Reuters/AFP/dpa



insgesamt 11 Beiträge
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sirraucheinviel 22.02.2017
1. Der Strompreis ....
.... ist gerade niedrig ?? Echt ?
sotomajor 22.02.2017
2. niedrige Strompreise
Da wird von niedrigen Strompreis geschrieben dabei haben wir den höchsten aller EU Länder. Seit Europa ist nichts mehr wie es war, ein einziges Desaster um den Zaster !
Havenpirat 22.02.2017
3. da haben wohl wieder mal
hochbezahlte Manager eine Entwicklung verpennt. Natürlich auf Kosten der Arbeitnehmer
wanderarbeiter 22.02.2017
4. Strempreis
Der Strompreis, den RWE beim Verkauf erzielt, ist niedrig. An "guten" Tagen zahlen sie sogar drauf. Was wir Verbraucher den Stromanbietern zahlen, ist eine andere Geschichte.
Medienkritiker 22.02.2017
5. Nicht nur die...
Zitat von Havenpirathochbezahlte Manager eine Entwicklung verpennt. Natürlich auf Kosten der Arbeitnehmer
Es ist zu befürchten, dass auch die schlecht bezahlten Manager die politisch gesteuerte "Entwicklung" verpennt haben.
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