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25. Februar 2013, 17:59 Uhr

Deutliches Lohnplus

RWE wendet Streik ab

RWE drohte der erste Tarifstreik seit 100 Jahren, jetzt haben sich Gewerkschaften und Konzernleitung doch noch geeinigt. Der Konzern zahlt 30.000 Beschäftigten deutlich mehr Lohn - in zwei Stufen.

Düsseldorf/Essen - Bei RWE tobte ein heftiger Tarifstreit, nun wurde er beigelegt - und in letzter Sekunde ein Streik abgewendet.

Die 30.000 RWE-Beschäftigten in Deutschland bekommen nach Angaben der Gewerkschaften Ver.di und IG BCE in diesem und im kommenden Jahr eine Gehaltserhöhung. Die Entgelte steigen demnach rückwirkend zum 1. Februar 2013 um 2,75 Prozent sowie zum 1. Februar 2014 um weitere 1,75 Prozent. Zudem seien Einmalzahlungen von je 250 Euro für Januar 2013 und Februar 2014 vorgesehen. Der Tarifvertrag gilt bis Ende 2014.

Das Ergebnis sichere ein Lohnplus, das über der Inflationsrate liege, sagte Ver.di-Bundesvorstand Erhard Ott. Betriebsbedingte Kündigungen seien zudem bis Ende 2014 ausgeschlossen. Jetzt gehe es noch darum, die Übernahme von Ausgebildeten zeitnah zu regeln, sagte der IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden.

Von ihren ursprünglichen Forderungen ist das Ergebnis ein gutes Stück entfernt. Ver.di und IG BCE hatten sechs Prozent mehr Geld und einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2023 gefordert.

RWE ist durch die Energiewende in Deutschland und die niedrigen Großhandelspreise für Strom in die Klemme geraten. Deutliche Gewinne in der Erzeugung erwirtschaften bei RWE nur noch die Braunkohlekraftwerke, vor allem die älteren Modelle, die bereits weithin abgeschrieben sind. RWE will weltweit gut 10.000 Stellen streichen.

ssu/dpa

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