Tarifstreit Ryanair einigt sich mit irischen Piloten

Durchbruch zwischen Ryanair und den irischen Piloten: Beide Seiten verständigten sich auf einen Kompromiss bei den Arbeitsbedingungen. Die Aktien der Billigfluglinie legten kräftig zu.

Ryanair-Maschine
SASCHA STEINBACH/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Ryanair-Maschine


Gestritten wurde unter anderem über Urlaub, Stationierungen und Aufstiegsmöglichkeiten. Nun hat sich die Billigairline Ryanair mit der irischen Pilotengewerkschaft Forsa geeinigt. Die Aktien des Unternehmens stiegen in Reaktion auf den ersten Durchbruch um mehr als fünf Prozent.

Beide Seiten bestätigten die Einigung. Details wurden zunächst nicht bekannt. Erst sollten die Piloten über den Kompromiss abstimmen. Darauf hätten sich beide Seiten geeinigt, hieß es übereinstimmend. Forsa empfehle ihren Mitgliedern, die Einigung per Urabstimmung anzunehmen, hieß es von Seiten der Gewerkschaft.

In Irland hatte der Streit zu fünf Streiktagen von 100 der rund 350 in dem Land stationierten Ryanair-Piloten geführt.

Verhandlungen in mehreren Ländern

Ryanair verhandelt seit Ende vergangenen Jahres erstmals mit Gewerkschaften für Piloten und Kabinenbeschäftigten in mehreren Ländern, darunter auch in Deutschland mit der Vereinigung Cockpit und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, über Tarifverträge.

Während der zäh verlaufenden Gespräche kam es in den vergangenen Wochen mehrmals zu Streiks und Flugausfällen. Mitte August gab es den größten Pilotenstreik in der Geschichte der Airline. Etwa 55.000 Passagiere waren betroffen.

brt/dpa/Reuters

insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
murksdoc 23.08.2018
1. April, April...Netter Versuch
Laut einem Bericht der WebSite "Skift" vom Februar 2015 bilden Piloten, die sich bei RyanAir bewerben, über die Vermittlung der englischen Firma "Brookfield Aviation International" in Epsom/UK, kleine Scheinunternehmen mit einem der Piloten als "Direktor", die diese wiederum an RyanAir "verleiht". Steuern und Sozialabgaben liegen damit im Bereich der Verpflichtungen des Scheinunternehmers und gehen RyanAir nichts an. Wenn die jetzt melden, sie hätten sich mit den "irischen Piloten geeinigt", dann kann das nur heissen: "Mit einer von hunderten von kleinen Scheinfirmen, die zufällig von irischen Piloten gegründet worden waren. Der Rest macht weiter, wie bisher". Soetwas kann man nur bekämpfen, wenn man RyanAir von der Liste möglicher Unternehmen, mit denen man irgendwohin fliegt, streicht. Die paar Euro sollte einem seine eigene Menschlichkeit dann doch wert sein.https://skift.com/2015/02/12/the-creative-pilot-hiring-habits-of-ryanair-and-norwegian-air-shuttle/
gerosr 23.08.2018
2. zu "April, April"
Wer bezahlt Sie eigentlich für einen Hinweis auf irgendeine WebSite, die 2015 irgendetwas behauptet hat!? Jeder Tarifabschluss hilft allen. Sollte man dann statt mit RyanAir lieber mit der Lufthansa fliegen, die 1.) teurer, 2.)unpünktlicher und 3.) genau so unsozial sind, siehe AirBerlin-Pleite. Aber vielleicht fliegen Sie ja nur "dienstlich"!
richard-x 23.08.2018
3. Nichtssagender Artikel
vielleicht sollte man abwarten bis die Inhalte des Kompromisses veröffentlicht werden, bevor man so einen nichtssagenden Artikel veröffentlicht. Was ist mit der Scheinselbständigkeit? Wird diese abgeschafft? Was ist mit den Gehältern? Was ist mit der Bezahlung während der Boden Aufenthalte und dem Weg zur Arbeit? Was ist mit den Versetzungen? Und und und
raoul2 23.08.2018
4. Auf welche Eckdaten
haben sich denn Ryanair und Forsa geeinigt?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.