Niederlande Gericht verbietet Ryanair Verlegung von Piloten 

Neuer Gegenwind für Ryanair: Ein niederländisches Gericht hat dem Billigflieger untersagt, 16 Piloten aus Eindhoven ins Ausland zu versetzen. Die Richter vermuten hinter der Entscheidung eine Rache für Pilotenstreiks.

Protest von Rynair-Mitarbeitern in Berlin (Oktober 2018)
imago/IPON

Protest von Rynair-Mitarbeitern in Berlin (Oktober 2018)


Ein niederländisches Gericht hat der Billigfluglinie Ryanair Chart zeigen untersagt, ihren Standort in Eindhoven zu schließen und die dortigen Piloten in andere Länder zu verlegen. Die Richter in 's-Hertogenbosch kamen zu dem Schluss, Ryanair habe seine Entscheidung nicht ausreichend begründet. Es scheine sich dabei um eine "Sanktion für frühere Streiks" zu handeln, an denen sich in den vergangenen Monaten auch niederländische Piloten beteiligt hatten.

Ryanair hatte im vergangenen Monat angekündigt, den Standort Eindhoven am 5. November zu schließen und 16 Piloten zu verlegen. Dass deren Arbeitsverträge nach irischem Recht abgeschlossen sind, heißt dem Gericht zufolge aber nicht, "dass der Arbeitgeber Angestellten den Schutz verweigern kann, den niederländisches Recht bietet". Die Piloten dürften demnach nicht gegen ihren Willen ins Ausland versetzt werden.

Bei Europas größter Billigfluglinie kommt es seit Monaten zu Streiks. Ryanair hatte sich im Dezember vergangenen Jahres geweigert, Gewerkschaften als Verhandlungspartner anzuerkennen. Seit August kam es zu zwei koordinierten Arbeitsniederlegungen in Portugal, Deutschland, Spanien, Belgien und den Niederlanden.

Im Video: Kampf der Billigflieger

dab/Reuters/AP

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