Flugbegleiter Ryanair lässt Gespräche mit Gewerkschaft platzen

Die Billigairline Ryanair hat die Verhandlungen mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO abgeblasen. Laut der Arbeitnehmerseite ist eine Pressemitteilung der Auslöser gewesen.

Ryanair-Maschinen
REUTERS

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Die Verhandlungen zwischen dem Billigflieger Ryanair und der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO sind geplatzt. Die irische Fluggesellschaft habe die für den 16. Oktober angesetzten Gespräche abgesagt, teilte die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) mit.

Grund hierfür sei demnach eine UFO-Pressemitteilung von vergangener Woche. Darin hatte die Gewerkschaft die Arbeitsbedingungen bei Ryanair kritisiert und hervorgehoben, dass diese im Luftverkehr auch Sicherheitsaspekte beträfen.

Ryanair bestätigte die Absage indirekt. Wenn Ufo die "verleumderische" Pressemitteilung zurückziehe, "werden wir in einer Position sein, Verhandlungen wiederaufzunehmen", hieß es von Seiten des Unternehmens.

Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies warf Ryanair nun vor, auf Zeit zu spielen. Die Airline versuche sich dem Verhandlungsprozess mit einer fadenscheinigen Begründung zu entziehen. "Sollte Ryanair die Absage für den bereits vereinbarten Termin nicht zurücknehmen, müssen wir davon ausgehen, dass unsere Verhandlungen gescheitert sind."

Die Fluggesellschaft sieht sich wegen der Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter seit Langem in der Kritik. Seit einigen Monaten streiken wiederholt Piloten und Flugbegleiter in mehreren europäischen Ländern. Auch die UFO und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben die Arbeit bereits niedergelegt. Bei einem Ausstand in sechs europäischen Ländern fielen Ende Juli fast 400 Flüge aus.

cop/dpa



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