Tarifstreit Piloten sollen über Streiks bei Ryanair abstimmen

Seit Monaten streitet die Billigfluglinie Ryanair mit ihren Piloten um Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Die Fronten sind verhärtet. Jetzt will deren Gewerkschaft über unbefristete Streiks abstimmen lassen.

Ryanair-Maschinen am Flughafen von Manchester
REUTERS

Ryanair-Maschinen am Flughafen von Manchester


Im Streit um die Arbeitsbedingungen bei Ryanair erhöht die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) den Druck. Der Gewerkschaftsvorstand sprach sich am Dienstag für eine Urabstimmung über mögliche unbefristete Streiks aus, wie ein VC-Sprecher sagte. Nun kann die Ryanair-Tarifkommission die Mitglieder - im übertragenen Sinne - zu den Wahlurnen rufen.

Die an den zehn deutschen Basen stationierten Ryanair-Piloten sollen darüber abstimmen, ob sie für ihre Forderungen nach höherer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen notfalls in einen unbefristeten Ausstand treten würden.

Zugleich sollen Sondierungen mit dem Management der irischen Billigairline fortgesetzt werden. Ein Termin ist noch in dieser Woche angesetzt. Die Urabstimmung soll VC zufolge über einen Zeitraum von vier Wochen mit Stimmabgabe im Internet durchgeführt werden. Mit einem Ergebnis wäre nicht vor Ende Juli zu rechnen. Warnstreiks seien bis dahin zwar rechtlich möglich, aber bislang nicht geplant, bekräftigte der VC-Sprecher.

Video: Kampf der Billigflieger

mik/dpa-AFX



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