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Produktionsstopp: Saab entlässt mehr als ein Drittel der Mitarbeiter

Saab-Logo am Werk in Trollhättan (Archivbild): 43 Millionen Euro Verbindlichkeiten Zur Großansicht
REUTERS

Saab-Logo am Werk in Trollhättan (Archivbild): 43 Millionen Euro Verbindlichkeiten

200 Mitarbeiter müssen noch im September gehen: Der schwedische Kult-Autobauer Saab streicht mehr als jede dritte Stelle. Die chinesische Eigentümergesellschaft sucht nach neuen Investoren.

Stockholm - Die Krise bei Saab spitzt sich zu. Der von der Pleite bedrohte Autohersteller entlässt in Schweden mehr als ein Drittel der Belegschaft. 200 der verbliebenen rund 550 Angestellten müssten wegen des andauernden Produktionsstopps noch im September das Unternehmen verlassen, teilte das chinesische Betreiberkonsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) mit.

Die Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Produktion verzögere sich, schreibt Nevs. Seit Mai werden im schwedischen Trollhättan keine Autos mehr gebaut. Saab hat etwa 400 Millionen schwedische Kronen (rund 43 Millionen Euro) Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und vor knapp einem Monat Gläubigerschutz erhalten, um das Unternehmen zu sanieren. Am 8. Oktober wolle Nevs einen Sanierungsplan vorstellen, heißt es in der Mitteilung.

Der traditionsreiche Autohersteller gehört der chinesischen Gesellschaft Nevs seit Mitte 2012. Die Produktion solle mit den verbleibenden 350 Mitarbeitern im Anschluss an die Suche nach neuen Investoren wieder aufgenommen werden: Nevs führt Branchenberichten zufolge angeblich Gespräche mit den Autobauern Mahindra aus Indien und Dongfeng aus China. Saab produziert heute nur noch ein Modell, das vorrangig für den chinesischen Markt gedacht ist.

bos/AFP/dpa

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