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Fremdenhass: Wirtschaft bangt um Standort Sachsen

Azubi in Chemnitz: Sorgen um ausländische Fachkräfte Zur Großansicht
DPA

Azubi in Chemnitz: Sorgen um ausländische Fachkräfte

Die rassistischen Attacken in Bautzen und Clausnitz könnten Sachsens Wirtschaft schaden. Die Industrie fürchtet sinkende Aufträge und einen noch größeren Mangel an ausländischen Fachkräften.

Wirtschaftsvertreter in Sachsen fürchten wegen der fremdenfeindlichen Vorfälle in Bautzen und Clausnitz einen Imageschaden. Der Wirtschaftsstandort Sachsen könnte Schaden nehmen, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, Detlef Hamann, dem "Handelsblatt". Aufträge könnten ausbleiben, Fachkräfte fernbleiben.

Im Ausland würden die meisten Beobachter lokale Phänomene auf eine Gesamtregion übertragen, sagte Hamann. Daher werde es für Sachsens Unternehmer "immer schwieriger, auf den Märkten ein positives Bild sächsischer Wirtschaftskraft zu präsentieren".

In Clausnitz hatte ein Mob von rund hundert Personen vor einer Flüchtlingsunterkunft demonstriert und versucht, unter Gegröle die Ankunft von Asylbewerbern zu verhindern. In Bautzen hatten Schaulustige einen Brand in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft bejubelt und dabei die Feuerwehr behindert. Die Vorfälle hatten international für Schlagzeilen gesorgt.

Hamann forderte die Politik auf, den bestehenden Vorbehalten gegen Menschen aus anderen Ländern "wirksam" entgegenzutreten. "Dazu gehört, die Befürchtungen der Menschen zur Kenntnis zu nehmen." Rechtsfreie Räume müssten dringend vermieden werden.

Im Video: Geschockte Flüchtlinge in Clausnitz

SPIEGEL ONLINE

ssu/Reuters

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