Halbleiter-Boom Samsung baut Fabrik für 11,6 Milliarden Dollar

Das Geschäft mit Smartphones lief zuletzt eher zäh, nun investiert Samsung kräftig in einen weiteren Bereich. Der Konzern baut für 11,6 Milliarden Dollar eine Halbleiter-Fabrik in Südkorea.

Ausstellung von Samsung-Speicherchips: Neue Riesenfabrik geplant
REUTERS

Ausstellung von Samsung-Speicherchips: Neue Riesenfabrik geplant


Seoul - Das Fabrikgelände soll so groß sein wie 110 Fußballfelder: Der weltgrößte Chiphersteller Samsung will seine Marktposition stärken und baut eine 11,6 Milliarden Dollar teure Fabrik. Die geplante Anlage werde helfen, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die "wachsende Nachfrage nach hoch entwickelten Halbleiter-Produkten zu decken", teilte Samsung mit.

Die Anlage soll in einem Industriekomplex in der Provinz Kyonggi auf einer Fläche von 790.000 Quadratmetern entstehen. Der Baubeginn sei für die erste Hälfte 2015 vorgesehen, hieß es. Die Produktion soll zwei Jahre später anlaufen. Samsung Chart zeigen betreibt bereits zwei größere Chipfabriken in Kyonggi sowie in China und den USA.

Samsung Electronics ist der weltgrößte Hersteller von Smartphones, Speicherchips und Fernsehern. Angesichts eines zuletzt schwächelnden Geschäfts mit Smartphones könnten Halbleiter die Gewinne von Samsung stützen. Dabei setzt der Konzern auf den zunehmenden Bedarf an Speicherkapazitäten in mobilen Geräten wie etwa Smartphones. Für den gesamten Halbleitermarkt erwarten Marktforscher in diesem Jahr ein Wachstum von 7,2 Prozent auf 338 Milliarden Dollar.

Ungeklärt ist laut Samsung noch, ob in dem neuen Werk der Schwerpunkt auf der Produktion von reinen Speicherchips oder Logikchips liegen soll. Letztere speichern nicht nur Informationen, sondern verarbeiten sie auch.

mmq/Reuters

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insgesamt 2 Beiträge
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auweia 06.10.2014
1. Toll.
Und in D werden die Fabriken abgebaut. Ok, ich kenne Ricardos komparative Kostenvorteile und die Logik der "economies of scale". Ich frage mich bloss, ob wir nicht aus Sicherheitsgründen eine Art "nationale Produktionsreserve" vorhalten müssen.
colouredwolf 06.10.2014
2. übrigens
Kyeonggi ist die bevölkerungsstärkste Provinz Koreas, das Umland von Seoul, und hat bereits heute sehr viel Industrie. Fast 50 Prozent der Bevölkerung, und ein sehr gutes Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung Korea. Entwicklungs- und preismässig sicherlich auf deutschem Niveau, nicht unbedingt ein günstiger Produktionsstandort. Aber sehr viel sehr gut ausgebildetes Personal, hervorragende Infrastruktur sind einige Scheiben, die sich Europa (gerade in Bezug auf IT- und Kommunikationsstrukturen dort anschauen könnte. Hoffe, Göttinger macht eine seiet ersten Reisen nach Kyeonggi!
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