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Sanierung nach Insolvenz Der Pleite-Plan des Schlecker-Clan

Schlecker-Firmenschild auf Gelände der Zentrale in Ehingen: Insolvenz - was nun?Zur Großansicht
dapd

Schlecker-Firmenschild auf Gelände der Zentrale in Ehingen: Insolvenz - was nun?

Schlecker hat Insolvenz beantragt und will das Unternehmen mit der alten Führungsspitze am liebsten selbst sanieren. Ist das Unternehmen zu retten? Erhält der Patriarch Anton Schlecker seine letzte Chance? Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Pleite der Drogeriekette.

Hamburg - Schlecker ist pleite, sieht sich aber noch lange nicht am Ende. Am Montag hat das Unternehmen die Ankündigung vom vergangenen Freitag wahrgemacht und beim Amtsgericht Ulm die Insolvenz beantragt. "Ziel ist der Erhalt des Unternehmens und somit eines großen Teils des Filialnetzes und damit auch der Arbeitsplätze", teilte Schlecker mit. Inzwischen hat das Gericht den renommierten Neu-Ulmer Anwalt Arndt Geiwitz zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Damit beginnt für die Drogeriekette eine ungewisse Zukunft - mit offenen Fragen bei Kunden, Gläubigern und Mitarbeitern. Wer entscheidet, ob die alte Spitzenmannschaft das Unternehmen weiter führen darf - wie von Anton Schlecker offenbar erhofft? Wie kann die Insolvenz helfen, Schlecker wieder profitabel zu machen? Droht Anton Schlecker sein gesamtes Vermögen zu verlieren? Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Schlecker-Pleite.

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insgesamt 30 Beiträge
grandpa_wolf 23.01.2012
Eine Planinsolvenz unter Führung des bestehenden Managements wird es nicht geben, denn welche Vorteile würde dies den Gläubigern bieten? Im letzten Jahr konnten sich die Erben versuchen - ohne Erfolg, wie man weiß. Da [...]
Zitat von sysopSchlecker hat Insolvenz beantragt*und will das Unternehmen mit der alten Führungsspitze am liebsten selbst sanieren. Sanierung nach Insolvenz: Der Pleite-Plan des Schlecker-Clan - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,810937,00.html)
Eine Planinsolvenz unter Führung des bestehenden Managements wird es nicht geben, denn welche Vorteile würde dies den Gläubigern bieten? Im letzten Jahr konnten sich die Erben versuchen - ohne Erfolg, wie man weiß. Da Schlecker senior sowieso haftet als e.K., schafft eine Insolvenz in Eigenregie hier keine Vorteile, wohl eher Befürchtungen. Da das gesamte Ladenkonzept überholt ist, wäre das einfachste, die hier aufgelaufenen Verbindlichkeiten zu bedienen und mit dem Rest des sicherlich auch danach nicht unerheblichen Privatvermögens etwas ganz Neues aufzuziehen, was mit der Billighuberei nix mehr zu tun hat, der Einfachheit halber unter anderer Firma. Alles andere hieße nur gutes Geld schlechtem hinterherwerfen. Schade für die Angestellten, aber selbst ein Insolvenzverwalter dürfte Schwierigkeiten mit der Fortführung bekommen, dafür muss da viel zu viel geändert werden, was hohe Investitionen erfordert - noch dazu aufgrund der bestehenden Konkurrenzsituation in dem Bereich mit sehr ungewissem Ausgang.
quarry 23.01.2012
wie wäre es mit einen klitzekleinen Betrag des Privatvermögens... dann wäre alles zu retten...
Zitat von sysopSchlecker hat Insolvenz beantragt*und will das Unternehmen mit der alten Führungsspitze am liebsten selbst sanieren. Ist das Unternehmen zu retten? Erhält der Patriarch seine letzte Chance?*Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Pleite der Drogeriekette. Sanierung nach Insolvenz: Der Pleite-Plan des Schlecker-Clan - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,810937,00.html)
wie wäre es mit einen klitzekleinen Betrag des Privatvermögens... dann wäre alles zu retten...
maemo 23.01.2012
Unter dem Namen Schlecker wird das nichts mehr. Da ist bei der potentiellen Kundschaft zuviel Negatives hängengeblieben. Angefangen beim Umgang mit den Mitarbeitern über die zu hohen Preise bis hin zur Beleidigung der [...]
Zitat von sysopSchlecker hat Insolvenz beantragt*und will das Unternehmen mit der alten Führungsspitze am liebsten selbst sanieren. Ist das Unternehmen zu retten? Erhält der Patriarch seine letzte Chance?*Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Pleite der Drogeriekette. Sanierung nach Insolvenz: Der Pleite-Plan des Schlecker-Clan - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,810937,00.html)
Unter dem Namen Schlecker wird das nichts mehr. Da ist bei der potentiellen Kundschaft zuviel Negatives hängengeblieben. Angefangen beim Umgang mit den Mitarbeitern über die zu hohen Preise bis hin zur Beleidigung der Zielgruppe hinsichtlich ihrer Bildung (siehe Schlecker bezeichnet seine Kunden als ungebildet - Nachrichten | DerWesten (http://www.derwesten.de/nachrichten/schlecker-bezeichnet-seine-kunden-als-ungebildet-id5198530.html) ) Aber selbst, wenn der Laden nicht mehr Schlecker hieße, glaube ich kaum, dass das Unternehmen je wieder Fuß fassen könnte.
willi2007 23.01.2012
Ich bin ja einmal gespannt, wie das mit Schlecker weitergeht. Die Schließung der unrentablen Filialen scheint aber unausweichlich zu sein. Insbesondere auf dem Lande wird das dazu führen, dass die Kunden Kilometerweit zum nächsten [...]
Ich bin ja einmal gespannt, wie das mit Schlecker weitergeht. Die Schließung der unrentablen Filialen scheint aber unausweichlich zu sein. Insbesondere auf dem Lande wird das dazu führen, dass die Kunden Kilometerweit zum nächsten Drogeriemarkt fahren müssen. Wenn sie dann ehrlicherweise die Fahrtkosten zu dem Einkaufspreis hinzurechnen, werden sie feststellen, dass unterm Strich Schlecker nicht teurer war. Schlecker hat eben nicht die unrentablen Filialen geschlossen, sondern deren Defizite mit den Überschüssen der besser laufenden Filialen aufgefangen. Das scheint mir die Ausnahme zu sein. In der heutigen Zeit werden unrentable Standorte sofort geschlossen. Dass Schlecker das nicht (rechtzeitig) gemacht hat, war ein folgenschwerer Fehler.
verdun1916 23.01.2012
Man kann aber immer nur einen Tod sterben. Die Abkehr vom unwürdigen Billiglohn und eine bessere Behandlung der Mitarbeiter war ein lebensnotwendiger Schritt, das überaus miese Image von Schlecker in der Öffentlichkeit zu [...]
Zitat von sysopIn der Öffentlichkeit wurde Schleckers Abkehr von der Billiglohn-Strategie begrüßt, doch genau darin sieht der Experte einen wichtigen Grund für den Niedergang. "Schlecker ist Ver.di viel zu weit entgegengekommen und hätte sich dem Flächentarifvertrag nicht anschließen sollen. Den konnte sich das Unternehmen gar nicht leisten", sagt Roeb. "Schlecker war schon auf der schiefen Ebene und hat auch noch Seifenpulver draufgestreut."]
Man kann aber immer nur einen Tod sterben. Die Abkehr vom unwürdigen Billiglohn und eine bessere Behandlung der Mitarbeiter war ein lebensnotwendiger Schritt, das überaus miese Image von Schlecker in der Öffentlichkeit zu richten. Der mündige Kunde mag es nun mal nicht gern, wenn Firmen ihre Mitarbeiter wie Dreck behandeln. Das Problem ist, dass die Entscheidung, die Mitarbeiter fairer zu behandeln und besser zu bezahlen, viel zu spät kam, nämlich als das Unternehmen schon finanziell in der Schieflage war. Jetzt zu sagen, dass genau das der Fehler war, weil sich Schlecker die höheren Löhne gar nicht leisten kann, halte ich daher für falsch. Wäre Schlecker bei der alten Personalpolitik geblieben, wäre das Ergebnis, wie es sich jetzt darstellt, m.E. ebenso unausweichlich gewesen.
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