Bill McDermott SAP-Chef tritt nach schwerem Unfall erstmals wieder auf

Bill McDermott ist zurück in der Öffentlichkeit. Der Chef des deutschen Software-Konzerns SAP hat sich erstmals nach seiner schweren Augenverletzung wieder gezeigt.

SAP-Chef Bill McDermott am Mittwoch auf einer SAP-Veranstaltung in Kalifornien
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SAP-Chef Bill McDermott am Mittwoch auf einer SAP-Veranstaltung in Kalifornien

Von manager-magazin-Redakteur Sven Clausen


Für sein Comeback nach seinem schweren Unfall am Auge wählte SAP-Chef Bill McDermott eine Veranstaltung in seiner US-Heimat. In der Konzernniederlassung im kalifornischen Palo Alto nahm er am Mittwoch an einer Diskussionsrunde über "Personalisierte Medizin" teil. Nachdem in den Wochen vorher bei Auftritten Kameras nicht zugelassen waren, ließ SAP dieses Mal ein großes Journalisten-Aufgebot zu.

McDermott hatte eine große Sonnenbrille aufgezogen, die seine Augenpartie stark verdeckte. Inhaltlich und rhetorisch war der New Yorker nach Angaben von Teilnehmern allerdings der Alte: schlagfertig, grundoptimistisch und mit reichlich Vorwärtsdrang für SAP.

Der 54-Jährige war im Sommer nach der Geburtstagsparty seines Vaters auf der Treppe gestürzt und hatte sich nach eigenen Angaben an einem Wasserglas verletzt. Dies hatte er der "Süddeutschen Zeitung" kürzlich geschildert. Dabei sei sein linkes Auge so schwer verletzt worden, dass es nicht habe gerettet werden können.

McDermott hatte den Unfall längere Zeit geheim gehalten. Auch am deutschen Sitz des Software-Konzerns in Walldorf soll nur ein kleiner Kreis eingeweiht gewesen sein. Wichtige Gespräche und Meetings hatte McDermott über den Sommer aus den USA via Telefonkonferenz absolviert - bei einem global operierenden Unternehmen wie SAP nichts Ungewöhnliches.

Erst als er wieder einsatzfähig war, ging McDermott Mitte September an die Öffentlichkeit: Wochenlang habe er bei Ärzten und in der Rehabilitation zugebracht, nun sei er aber sicher, dass er den Konzern weiter führen könne. Im Oktober, so McDermott Mitte September, wolle er auch mal wieder nach Deutschland kommen.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
Red_Indian 15.10.2015
1. Welcome back, Bill
So GOOD to SEE you!!!
chuckal 15.10.2015
2. Diese Trepoenstürze
sind wahnsinnig gefährlich. Gerade, wenn man dann auch noch ein Wasserglas trägt. Lasst Euch das eine Warnung sein, Leute und riskiert nicht Eure Gesundheit durch so einen akrobatischen Extremkram.
Wolffpack 15.10.2015
3.
Zitat von chuckalsind wahnsinnig gefährlich. Gerade, wenn man dann auch noch ein Wasserglas trägt. Lasst Euch das eine Warnung sein, Leute und riskiert nicht Eure Gesundheit durch so einen akrobatischen Extremkram.
Weiß jetzt ja nicht ob das so angebracht ist, darüber zu scherzen, dass jemand bei nem unglücklichen Unfall ein Auge verloren hat. Aber nun gut, freie Meinungsäußerung und so.
muehle79 15.10.2015
4.
Ich hätte alle Bildjournalisten von der Pressekonferenz ausgeschlossen. Der Mann ist nach einem schweren Unfall wieder soweit genesen, dass er sich zutraut, seinen Beruf wieder auszuüben und seine Position im Unternehmen wieder auszuüben. Das ist die Message der Konferenz. Keinesfalls braucht es Fotojournalisten, die mit allen Tricks versuchen, herauszufinden zu wollen, wie es hinter der Sonnenbrille aussieht. Es gibt genügend medizinische Lehrbücher wo man sowas nachlesen kann. Aber mir reicht allein die Vorstellung. Alles Gute und dass er lernt, mit der Einschränkung umzugehen.
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