Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Umstellung auf Leih-Software: Personalumbau bei SAP betrifft rund 2000 Stellen

SAP-Zentrale in Walldorf: Stellenabbau in einigen Bereichen des Unternehmens Zur Großansicht
DPA

SAP-Zentrale in Walldorf: Stellenabbau in einigen Bereichen des Unternehmens

Der Softwarekonzern SAP nennt konkrete Zahlen: Rund 2000 Mitarbeiter müssen sich neu orientieren. Zugleich sollen dieses Jahr angeblich aber auch weitere Stellen geschaffen werden.

Stuttgart - Das Unternehmen begründet die Restrukturierung mit der Umstellung auf Leih-Software: Etwa 2000 Stellen beim Softwarekonzern SAP sind von dem Personalumbau betroffen. Es handele sich um drei Prozent der insgesamt 67.000 Stellen weltweit, teilte das Unternehmen mit.

Dies bedeute einen Stellenabbau in einigen Bereichen des Unternehmens, sagte ein SAP-Sprecher. Der Konzern habe seine 67.000 Mitarbeiter über die Pläne informiert. SAP werde Ende 2014 aber mehr Mitarbeiter beschäftigen als Anfang des Jahres, heißt es. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet mit Bezug auf einen Insider, dass für dieses Jahr zugleich rund 3000 neue Stellen geplant sein sollen.

Der Konzern stellt sein Angebot von fest installierter Software auf Abo-Modelle um, da die Firmenkunden immer weniger Software-Lizenzen kaufen. Der Ausbau des Cloud-Geschäfts verursacht Kosten und schmälert den Gewinn. Um das aufzufangen, will SAP-Chef Bill McDermott den Konzern schlanker aufstellen und Bereiche zusammenlegen.

Auch seine Führungsmannschaft hat SAP kürzlich erneut umgebaut. Anfang Mai, wenige Wochen vor Beginn der Alleinherrschaft von McDermott, verließ Technik-Chef Vishal Sikka den Vorstand.

Anm. d. Red: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, gut 2000 Mitarbeiter des Softwarekonzerns SAP müssen gehen. Tatsächlich muss es heißen: Die Maßnahmen betreffen drei Prozent der Stellen, 2000 Mitarbeiter müssen sich neu orientieren. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

bos/dpa/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 52 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Vermurkst
wauz, 19.05.2014
SAP hat zu viele Standard-Versionen verkauft, die von den Kundenfirmen aus Kostengründen nicht angepasst worden sind. Mit der Folge, dass in gar zu vielen Anwendungsbereichen SAP als Murks hoch 3 gilt. Mit leihsoftware kann man das vielleicht besser einregeln. Aber ich hab schon viele Firmen erlebt, die SAP hatten und wesentliche Informationen in Excel-Tabellen speicherten oder gleich im Leitz-Ordner. Da kann man sich nur an den Kopf fassen.
2. optional
depribär 19.05.2014
sap sucks - selten so eine schlechte software (unter der Haube) gesehen. Die Berater kann man zu 90% in die Tonne treten. Ich glaube, Firmen führen SAP nur ein, um zu beweisen, dass sie es überleben können. Kennt jemand wirklich gute Beispiele für SAP Einführungsprojekte?
3. SAP als Weltmarktführer........
Die Meinung aus Hamburg 19.05.2014
Ich habe seit 1997 mit diversen vergleichbaren Programmen gearbeitet und fast alle waren besser zu bedienen und wesentlich billiger. Seit 6 Wochen wieder SAP, nie wieder wenn ich die Wahl habe. Wer das Produktionsmodul nicht braucht bekommt für 30% der Kosten besssere Produkte. Mein erstes Programm von Microtech von 1997 war besser bedienbar als Handelssystem und hatte Funktionen welche den meisten Anbietern bis heute fehlen.
4. Andererseits?
ohne_sorge 19.05.2014
Zitat von depribärsap sucks - selten so eine schlechte software (unter der Haube) gesehen. Die Berater kann man zu 90% in die Tonne treten. Ich glaube, Firmen führen SAP nur ein, um zu beweisen, dass sie es überleben können. Kennt jemand wirklich gute Beispiele für SAP Einführungsprojekte?
Früher haben die Firmen selber ihre Programme entwickelt. Dann wurde es ihnen zu teuer und sie haben oft die IT outgesourct und sog. "Standardsoftware" gekauft. Diese diversen Standardsoftwares wurden dann mit eigenen Routinen notdürftig verbunden und diese Verbindungen kosten heute ein x-faches der früheren IT-Abteilung und trotzdem funktioniert nur ein Teil. In so einem Szenario kannes helfen einen ganz großen Anbieter zu nehmen, der wenigsten große Teile abdeckt, ohne dass man da wieder Schnittstellen schaffen muss. Weitere Vorteile sehe ich da aber nicht. SAP kann in der Standardeinstellung ja noch nicht einmal Berichte vernünftig in Excel exportieren. Mit der GUI kann man auch nur Standardfunktionen abrufen. Wer professionell damit arbeiten will, muss Kürzel auswendiglernen -> Bedienkonzept von Vorgestern!
5. Noch was für Deine Depri
oberschlaule 19.05.2014
Zitat von depribärsap sucks - selten so eine schlechte software (unter der Haube) gesehen. Die Berater kann man zu 90% in die Tonne treten. Ich glaube, Firmen führen SAP nur ein, um zu beweisen, dass sie es überleben können. Kennt jemand wirklich gute Beispiele für SAP Einführungsprojekte?
Ich kenne jede Menge gute SAP Projekte. Es ist wie immer auch bei Einführungen anderer Applikationen eine Frage der Kommunikation zwischen den Beteiligten. Wir haben SAP in unserer Firma (Weltmarktführer, etc.) und sind zufrieden und glücklich darüber vor 10 Jahren die richtige entscheidung getroffen zu haben. als CIO erlaube ich mir diesen Hinweis. Und Du träum weiter von Deiner schönen Welt (Utopia).
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Software-Gigant SAP
Der Konzern
Die im badischen Walldorf ansässige SAP AG ist Europas größter Software-Hersteller. Das Unternehmen wurde 1972 von Hasso Plattner , Dietmar Hopp , Klaus Tschira , Claus Wellenreuther und Hans-Werner Hector als "Systemanalyse und Programmentwicklung", kurz SAP, gegründet. SAP beschäftigt über 66.000 Mitarbeiter, die in mehr als 50 verschieden Ländern arbeiten. Inzwischen erzielt der Software-Gigant einen Umsatz von fast 17 Milliarden Euro.
Die Geschäftsfelder
SAP entwickelt Unternehmenssoftware zur Abwicklung von Geschäftsprozessen wie z. B. Buchführung, Controlling, Vertrieb, Einkauf, Produktion, Lagerhaltung und Personalwesen.
Die Chefs
Im Februar 2010 hat der SAP-Aufsichtsrat Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe zu gleichberechtigten Vorstandschefs ernannt. Beide Manager sind seit 2008 Mitglieder des Vorstands. Vom 21. Mai 2014 an wird McDermott den Vorstandsvorsitz allein innehaben, Snabe will in den Aufsichtsrat wechseln. Vorsitzender des kontrollgremiums ist Firmenmitgründer Hasso Plattner .

Fotostrecke
Konzerne: Das sind die 30 Dax-Giganten


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: