Verdacht der Bestechung Südafrika prüft Zahlung für SAP-Vertrag

Im März hatte der Softwarekonzern SAP Fehlverhalten in Südafrika zugegeben, nun gibt es erneut einen Bestechungsvorwurf: Für einen Ministeriumsauftrag könnte Geld geflossen sein.

SAP-Logo in Johannesburg
REUTERS

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Südafrikas Anti-Korruptionsbehörde SIU untersucht einen Vertrag mit dem deutschen Softwarekonzern SAP. Es werde geprüft, ob für einen Ministeriumsauftrag an SAP Bestechungsgeld in Höhe von mehr als 35 Millionen Rand (etwa zwei Millionen Euro) gezahlt worden sei. Das sagte eine SIU-Sprecherin der Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Whistleblower habe demnach der SIU berichtet, dass eine von einem Regierungsbeamten geleitete Firma Geld erhalten habe, um den Deal zwischen dem Wasserministerium und SAP möglich zu machen.

Erst in der vergangenen Woche hatte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa der Untersuchung eines IT-Vertrages des Wasserministeriums mit SAP zugestimmt. Zuvor hatte die SIU bereits eine eigene Prüfung von einem 38 Millionen Euro schweren Deal veranlasst, den SAP 2016 mit dem Wasserressort abgeschlossen hatte. Der Walldorfer Dax-Konzern teilte mit, alle öffentlichen Aufträge zurück bis ins Jahr 2010 gründlich untersuchen zu wollen.

Bereits im März hatte SAP mitgeteilt, in Südafrika auf Fehlverhalten gestoßen zu sein. Demnach wurden unter anderem Zahlungen an Firmen mit Beziehungen zur politisch einflussreichen Gupta-Familie vorgenommen. Mehrere Mitarbeiter verließen den Softwarekonzern. Im Anschluss verschärfte SAP seine Compliance-Richtlinien, um Ähnliches künftig zu verhindern.

cop/Reuters



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Hans58 13.09.2018
1.
Im Verlauf der Anhörungen im Rahmen der südafrikanischen "Judicial Commission of Inquiry into allegations of State Capture, Corruption and Fraud in the Public Sector including Organs of State" wird sicherlich noch mehr zu Tage kommen als nur die schon bekannten Eskom- und Transet-Geschichten, in die SAP verwickelt war. Das nun das DWS (Department of Water and Sanitation) im Mittelpunkt steht, ist auch kein Wunder. Das Budget dieses Ministerium ist schon seit Wochen "ausgetrocknet".
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