Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Saphirglas: Apple legt Streit mit gescheitertem Lieferanten bei

Apple Logo: 2000 Schmelzöfen stehen zum Verkauf Zur Großansicht
REUTERS

Apple Logo: 2000 Schmelzöfen stehen zum Verkauf

Die Hoffnung auf iPhones mit besonders kratzfestem Saphirglas hat sich vorerst zerschlagen. Apple einigte sich mit dem Lieferanten, Material und Schmelzöfen wieder zu verkaufen, um das investierte Geld zurückzubekommen.

New York - Apple hat den Streit um Hunderte Millionen Dollar mit seinem Lieferanten von kratzfestem Saphirglas beigelegt. Die US-Firma GT Advanced Technologies wird das verbliebene Saphir sowie 2000 Schmelzöfen verkaufen, um Apple Chart zeigen die investierten 439 Millionen Dollar zurückzuzahlen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Vereinbarung hervorgeht. GT Advanced hatte Anfang Oktober Insolvenz angemeldet.

Das Unternehmen war nicht zuletzt mit dem Versuch gescheitert, Saphirglas füriPhone-Displays zu entwickeln. Apple habe sich wegen Problemen mit dem Material bei seinem aktuellen iPhone 6 wieder für das bis dahin bewährte Spezialglas entschieden.

Apple bestätigte, dass sich die Erwartungen an Saphir nicht erfüllt hatten. Das Unternehmen habe gemeinsam mit GT Advanced große Anstrengungen in einen Fertigungsprozess gesteckt, der noch nicht reif für die Produktion sei, sagte eine Sprecherin dem Technologieblog Recode. GT Advanced will die Fabrik im US-Bundesstaat Arizona auflösen. Zugleich ist Apple der Vereinbarung zufolge aber weiter an der Technologie interessiert.

Saphirglas gilt als besonders kratzfest. Es wird deshalb bei den Fingerabdruck-Sensoren in Apples iPhones sowie zum Schutz der Smartphone-Kameras genutzt. Auch bei einigen Modellen der für kommendes Jahr erwarteten Apple-Uhr dürfte es zum Einsatz kommen. Das iPhone 6 bekam laut Medienberichten keine Displays mit Saphir-Schutz, weil sich das Material offensichtlich als zu brüchig erwiesen hat.

Fotostrecke

22  Bilder
Neue Apple-Smartphones: iPhone 6 und iPhone 6 Plus im Test

mik/dpa-AFX

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 10 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Gläsertuch
GLA-HH 24.10.2014
Bin stolzer Besitzer des iPhone 6, bis es mir im Sitzen aus der Hosentasche mit der Vorderseite auf den Kachelboden fiel und das Glas zersplittert war. Tipp: IPhone 6 nur mit Bumper benutzen und hoffen, dass das nächste Glas alltagstauglicher ist!
2. ich glaube eher Apple hat sich verkalkuliert
ossian 24.10.2014
die wollten soweit ich die Berichte auf Heise.de verfolgt habe die finanziellen Risiken auf diese Firma abwälzen und nur soviel Glas abnehmen wie Sie bräuchten. Das hat dem Hersteller wohl offensichtlich schon im Vorfeld das Rückrad gebrochen. Die Technologie scheint da nicht das Problem zu sein. Natürlich versucht Apple nun das Produkt schlecht zu machen damit Wettbewerber (Samsung, HTC usw) keine Marketingvorlage bekommen.
3. ich glaube eher Apple hat sich verkalkuliert
ossian 24.10.2014
die wollten soweit ich die Berichte auf Heise.de verfolgt habe die finanziellen Risiken auf diese Firma abwälzen und nur soviel Glas abnehmen wie Sie bräuchten. Das hat dem Hersteller wohl offensichtlich schon im Vorfeld das Rückrad gebrochen. Die Technologie scheint da nicht das Problem zu sein. Natürlich versucht Apple nun das Produkt schlecht zu machen damit Wettbewerber (Samsung, HTC usw) keine Marketingvorlage bekommen.
4.
Loosa 24.10.2014
Zitat von ossiandie wollten soweit ich die Berichte auf Heise.de verfolgt habe die finanziellen Risiken auf diese Firma abwälzen und nur soviel Glas abnehmen wie Sie bräuchten. Das hat dem Hersteller wohl offensichtlich schon im Vorfeld das Rückrad gebrochen. Die Technologie scheint da nicht das Problem zu sein. Natürlich versucht Apple nun das Produkt schlecht zu machen damit Wettbewerber (Samsung, HTC usw) keine Marketingvorlage bekommen.
Das scheint ein relativ komplexes Geflecht gewesen zu sein. Aber auf welche Berichte beziehen sie sich dabei? Dass Apple einen $139 Mio. Kredit zurückhielt stellte sich später, auch laut Heise, als falsch heraus. Im Gegenteil wurde versucht diesen noch zu ermöglichen. Auch die vertraglich festgelegte Möglichkeit den vergebenen $440 Mio. Kredit zurückzufordern hatte Apple nicht genutzt - das war also nicht, wie zuerst vermutet, Auslöser der Insolvenz. Anscheinend konnte man das Problem, dass kratzfesteres eben auch spröderes Glas ist, nicht zufriedenstellend lösen. Hätte Apple ein brüchigeres Glas für seine iPhones verwenden sollen nur um die, finanziell mit aufgebaute, Firma zu retten? Das hätte mal zu einem wirklich gefährlichen "Glassgate" werden können.
5. @Loosa
ossian 24.10.2014
glauben Sie wirklich das Apple über eine halbe Milliarde Dollar in ein Projekt steckt ohne vorher getestet zu haben ob die Ergebnisse dies auch rechtfertigen. Ich bin kein Experte und auch nicht in der Branche firm aber das wäre doch schon ein Argument contra Apple. Des weiteren habe ich gelesen das die Firma die diese Gläser herstellen sollte eigentlich die Firma ist die die Brennöven dafür herstellt und weltweit liefert. Apple wollte aber kein Öfen kaufen sondern wie schon erwähnt das unternehmerische Risiko bei diesem Zulieferer belassen. Ausserdem bestimmt noch Exklusivitätsrechte beanspruchen. Deshalb die hohen Kredite. Aber da der Hersteller der Öfen keine Ahnung von dem eigentlichen Geschäft mit diesem Glas - incl. Marketing hatte dieses Ergebniss. Ich vermute mal das die auch Insolvenz angemeldet haben da Ihnen ein Fachmann erklärt hat das sich Ihr Geschäftsmodell mit der Herstellung der Gläser exklusiv nur für Apple nicht trägt - vor allem wenn Apple dann nur vergleichsweise kleine Margen abnimmt und sich nicht langfristig bindet (die Kreditmargen wird die Firma trotzdem zurückzahlen müssen).
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Fotostrecke
Neue Apple-Gadgets: Das sind die neuen iPads und iMacs

Fotostrecke
Apple Watch: Diese Smartwatch ist etwas Besonderes


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: