Japanischer Spielekonzern Nintendo-Chef Iwata stirbt mit 55 Jahren

Er führte Nintendo durch erfolgreiche und schwierige Jahre: Mit nur 55 Jahren ist Satoru Iwata an Krebs gestorben. Wenige Monate zuvor hatte er noch überraschend den Kurs des japanischen Computerspiele-Riesen geändert.

Verstorbener Nintendo-Chef Satoru Iwata: Gehalt in schlechten Zeiten halbiert
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Verstorbener Nintendo-Chef Satoru Iwata: Gehalt in schlechten Zeiten halbiert


Der Chef des japanischen Spielespezialisten Nintendo, Satoru Iwata, ist tot. Wie das Unternehmen mitteilte, starb Iwata am Samstag im Alter von 55 Jahren an Krebs. Vor rund einem Jahr war der Konzernchef an dem Tumor operiert worden.

Iwata war seit 2002 Präsident von Nintendo Chart zeigen. Während dieser Zeit brachte das Unternehmen Nintendo DS und die Wii-Konsolen heraus. Die beiden anderen Direktoren, Shigeru Miyamoto und Genyo Takeda, werden die Firma jetzt gemeinsam führen, hieß es weiter.

Angesichts sich verschlechternder Unternehmensergebnisse hatte Iwata vor ein paar Monaten eine Abkehr von der Unternehmenspolitik eingeleitet, allein auf Spielkonsolen zu setzen. Im März gab der Hersteller der Spielekonsole Wii seine Absicht bekannt, einen Anteil an der japanischen Firma DeNA zu kaufen, die Spiele für Smartphones entwickelt. Nintendo will zum Beispiel sein sehr erfolgreiches Spiele-Franchise Super Mario auf das Smartphone bringen.

Nintendos Konkurrenten Sony und Microsoft hatten in jüngster Zeit das japanische Unternehmen überholt. Alle drei Unternehmen leiden unter der Entwicklung, dass Videospiele zunehmend für wenig Geld oder gar gratis im Internet heruntergeladen werden können.

Ende Mai verkündete Nintendo immerhin, dass es nach drei Jahren mit Verlusten wieder Gewinn mache. Im jüngsten Geschäftsjahr, das am 31. März zu Ende ging, lag er demnach bei 41,8 Milliarden Yen (310 Millionen Euro). Im vergangenen Jahr hatte noch ein Verlust von 23,2 Milliarden Yen in den Büchern gestanden. Als Konsequenz daraus hatte Iwata sein Gehalt im vergangenen Jahr halbiert.

ade/dpa/AFP



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