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Wegen Kritik an Menschenrechtslage: Saudi-Arabien kappt Geschäftsvisa für Schweden

Diplomatische Eiszeit: Schwedischen Geschäftsleuten wird die Einreise nach Saudi-Arabien verwehrt. Auslöser der Krise ist Stockholms Kritik an der Menschenrechtslage in dem Land.

Schwedisches Möbelhaus Ikea: Keine saudischen Visa für schwedische Geschäftsleute Zur Großansicht
AP

Schwedisches Möbelhaus Ikea: Keine saudischen Visa für schwedische Geschäftsleute

Stockholm/Riad - Die diplomatische Krise zwischen Schweden und Saudi-Arabien spitzt sich zu. Saudi-Arabien stelle keine Visa mehr für schwedische Geschäftsreisende aus, teilte eine Sprecherin des schwedischen Außenministeriums mit. Riad habe die Regierung in Stockholm über diese Entscheidung informiert, sagte die Sprecherin.

"Dies ist natürlich keine gute Situation", sagte Regierungschef Stefan Löfven laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Auslöser der Krise war Schwedens Kritik an der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien. Außenministerin Margot Wallström warf dem Land vor, nach ihrer öffentlichen Kritik an Riad ihre Eröffnungsrede bei einem Treffen der Arabischen Liga verhindert zu haben.

Vergangene Woche dann beendete die schwedische Regierung einen langjährigen Rüstungsvertrag mit Riad. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate beriefen ihre Botschafter aus Stockholm ab.

Die schwedische Regierung hielt am Donnerstag eine Krisensitzung mit Wirtschaftsführern zur Zukunft des Handels mit den Golfstaaten ab. Diese hatten zuvor davor gewarnt, dass ein Ende der zehnjährigen Militärzusammenarbeit mit Saudi-Arabien weitreichende Konsequenzen haben könnte.

bos/AFP

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