Ehingen/Ulm - 50 Euro waren laut Tarifvertrag vorgesehen - in einigen Regionen sollten sie schon im April gezahlt werden. Nun hat die Bundestarifkommission aus Arbeitnehmern und Gewerkschaftern entschieden, die Zahlung zunächst bis August auszusetzen. "Das ist ein erstes Signal der Belegschaft für ihre Bereitschaft, einen Sanierungsbeitrag zu leisten", sagte Ver.di-Sprecher Christoph Schmitz.
Schlecker hatte Ende Januar Insolvenz angemeldet. Die Drogeriemarktkette schloss daraufhin im März mehr als 2000 Filialen und entließ rund 10.000 Mitarbeiter, nachdem die Gründung einer Transfergesellschaft gescheitert war. Nun sind nur noch etwa 13.500 Mitarbeiter bei Schlecker beschäftigt.
Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz verlangt laut Gewerkschaft, dass die Personalkosten über drei Jahre um 15 Prozent reduziert werden. Das hatte Ver.di als unzumutbar zurückgewiesen.
Ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke erklärte, die Investoren müssten nun bald ihr Konzept für die Zukunft Schleckers präsentieren. So lasse sich am ehesten eine "zeitnahe" Entscheidung darüber treffen, wie viel die verbliebenen Beschäftigten zur Sanierung der Kette beitragen könnten.
stk/AFP/dpa
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