Insolvente Drogeriekette: Schlecker verschleudert Restposten

Mittwochnachmittag werden die Schlecker-Filialen für immer geschlossen: Um die verbliebenen Waren zu verkaufen, kurbelt das Unternehmen den Ausverkauf noch einmal kräftig an - mit Rabatten von 90 Prozent.

Am Mittwoch sollen die letzten Filialen geschlossen werden Zur Großansicht
dapd

Am Mittwoch sollen die letzten Filialen geschlossen werden

Ehingen - Die insolvente Drogeriekette Schlecker bietet die letzten Artikel in den Filialen ab Montag zum Ramschpreis an. Die Restposten sollen 90 Prozent günstiger verkauft werden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Bislang gewährte Schlecker Rabatte von 50 bis 70 Prozent.

Allerdings gab es in vielen Geschäften schon in den vergangenen Tagen nicht mehr viel zu holen. Der Ausverkauf sei in den vergangenen Wochen sehr gut gelaufen, bestätigte das Unternehmen.

Schlecker kündigte an, dass die bundesweit rund 2800 Filialen am Mittwoch um 15 Uhr für immer geschlossen werden. Sollten die Waren in einzelnen Märkten schon vorher ausverkauft sein, könnten diese Filialen auch dann schon schließen.

Rund 13.200 Beschäftigte verlieren mit der Schließung der Schlecker-Märkte ihre Arbeit. Anfang Juni war der Entschluss gefallen, den Betrieb des einstigen Drogeriekönigs einzustellen. Das Ringen um die Zukunft der Schlecker-Töchter IhrPlatz und Schlecker-XL geht unterdessen weiter.

kha/dapd/dpa

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1.
Peter Werner 24.06.2012
Zitat von sysopdapdMittwochnachmittag werden die Schlecker-Filialen für immer geschlossen: Um die verbliebenen Waren zu verkaufen, kurbelt das Unternehmen den Ausverkauf noch einmal kräftig an - mit Rabatten von 90 Prozent. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,840682,00.html
Ich würde mich schämen, bei dieser "Leichenfledderei" mitzumachen. "Geiz ist geil" um jeden Preis. Ekelhaft.
2. Das Schlecker Ende
rolandjulius 25.06.2012
Jetzt gibt es endlich wieder Platz fuer Einzelhaendler. Ich hoffe dass diese die selben Grosshandels Preise bekommen wie der ex Gros-Abnehmer Schlecker, der ja schließlich seine Rechnung nicht bezahlte. Die ex Liferanten duerfen den Verlust von der Steuer absetzen, das Heist es wurden die Steuerzahler zur Kasse gebeten. Vielen Dank Herr Schlecker!
3. Weiterverwendung gesichert!
Hermandl 25.06.2012
Na, wenigstens haben unsere Ministerinnen eine Weiterverwendung des Personals gefunden: Betreuerinnen in Kindertagesstätten und Altenpflegerinnen. Weil: das geht ja so völlig ohne Ausbildung. Was haben wir doch für pfiffige Ministerinnen! Die wiegen doch glatt die Folgen des Fallenlassens seitens unserer knapp-5-Prozent-Partei auf!
4. *
geroi.truda 25.06.2012
Zitat von Peter WernerIch würde mich schämen, bei dieser "Leichenfledderei" mitzumachen. "Geiz ist geil" um jeden Preis. Ekelhaft.
Soso... Und wem nützt das? Einziger Effekt eines Kaufboykotts wäre, dass die Masse geringer ist und die Gläubiger noch weniger bekommen... Das wäre dann allerdings nur die logische Fortsetzung des von Verdi initiierten Schlecker-Boykotts, der zum Ende dieses fragilen Konstrukts führte...
5.
gazettenberg 25.06.2012
Zitat von rolandjuliusJetzt gibt es endlich wieder Platz fuer Einzelhaendler. Ich hoffe dass diese die selben Grosshandels Preise bekommen wie der ex Gros-Abnehmer Schlecker, der ja schließlich seine Rechnung nicht bezahlte. Die ex Liferanten duerfen den Verlust von der Steuer absetzen, das Heist es wurden die Steuerzahler zur Kasse gebeten. Vielen Dank Herr Schlecker!
So'n Quatsch. Natürlich hat Schlecker 30 Jahre lang seine Rechnungen bezahlt. Sonst wäre die Firma doch gar nicht beliefert worden.
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