Schleckers Schließungsliste Rollladen runter von Aachen bis Zwiesel

Schlecker hat die Liste von mehr als 2000 Drogerie-Filialen veröffentlicht, die endgültig geschlossen werden - weitere dürften folgen. Die betroffenen Märkte sind auf ganz Deutschland verteilt. Sie beginnen sofort mit dem Räumungsverkauf.

Schlecker-Filiale in Leipzig: Mehr als 2000 Standorte werden geschlossen
dapd

Schlecker-Filiale in Leipzig: Mehr als 2000 Standorte werden geschlossen


Ehingen - Von Aachen bis Zwiesel reicht die 40-seitige Liste, die Schlecker am Mittwoch im Internet veröffentlicht hat. Es handle sich um eine vorläufige Übersicht, bei der sich noch Änderungen ergeben können, teilte das Unternehmen mit. Die Schließung der Märkte auf der Liste gilt aber als sicher. Sie beginnen ab sofort mit einem Räumungsverkauf mit 30 Prozent Rabatt auf alle Produkte, die keiner Preisbindung unterliegen.

Die bisher 2010 betroffenen Filialen sind bereits am Dienstagabend per Fax darüber informiert worden, dass ihr Standort geschlossen werden soll: "Wir müssen Ihnen heute leider mitteilen, dass Ihre Verkaufsstelle nach vorläufigem Stand zum 24. März 2012 geschlossen wird", heißt es dort.

Von derzeit etwa 5400 Schlecker-Filialen sollen nach Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz 3120 Märkte erhalten bleiben. Derzeit verhandelt Geiwitz mit den Arbeitnehmervertretern noch über die Prüfung von rund 400 weiteren Läden. Ursprünglich war von 2400 Filialen die Rede, die geschlossen werden sollten. Etwa 12.000 Mitarbeitern soll die Kündigung ausgesprochen werden.

Betroffene Mitarbeiter werden nicht automatisch gekündigt

Die Beschäftigten, deren Filialen geschlossen werden, verlieren nicht zwangsläufig ihren Job, teilte Schlecker mit. "Die wirtschaftlich unvermeidlichen Entlassungen werden einem Sozialplan folgen, dessen Ausgestaltung noch Teil der aktuell laufenden Gespräche zwischen dem vorläufigen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und dem Schlecker-Gesamtbetriebsrat sowie der Gewerkschaft Ver.di ist", teilte das Unternehmen mit.

Die Parteien waren am Dienstag zu mehrtägigen Gesprächen im thüringischen Oberhof zusammengekommen. Sowohl Geiwitz als auch der Ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke bezeichneten die Gespräche als schwierig, aber konstruktiv. "Wir sind auf einem gutem Weg", sagte Geiwitz. Beide Seiten müssten sich noch bewegen, aber er glaube, "dass am Ende des Tages eine Lösung möglich ist".

Investoren zeigen Interesse an Schlecker

Neben dem Sozialplan ist die Finanzierung einer Transfergesellschaft eines der Themen. Am Wochenende hatte das Bundeswirtschaftsministerium es abgelehnt, die Gesellschaft mit Mitteln der staatlichen Förderbank KfW auszustatten.

Parallel dazu ist Geiwitz auf der Suche nach Investoren für Schlecker - offenbar erfolgreich: "Ich habe eine zweistellige Zahl von Interessenten, die auch schon umfangreiche Unterlagen bekommen haben", sagte Geiwitz der "Welt". Darunter seien "bekannte Namen". "Die ersten Gespräche waren gut. Die Interessenten wissen, welche Fehler im Unternehmen gemacht wurden", sagte Geiwitz. Die Investorensuche laufe nach Plan.

nck/dpa/dapd

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Tingletangle 14.03.2012
1. Mist,
die genau vor meiner Haustür ist natürlich auch dabei... Das war schon immer praktisch, wenn man beim dm was vergessen hatte zu kaufen!
autocrator 14.03.2012
2. "investoren"
soso, man redet mit einer zweistelligen anzahl von "investoren". ich übersetze das mal: es wird verhandelt, wie man den gefallenen schlecker-clan, immerhin mitglieder aus der eigenen schicht der "Oberen", wenigstens noch soviel geld zuschustern kann, dass dieser für mehrere generationen sich ein sorgenfreies leben irgendwo im sonnigen süden wird leisten können ; ein heer von über dem schnitt der BRAGO bezahlten rechtsanwälten wird dafür bezahlt, dass dem schlecker-clan auch strafrechtlich nichts passiert und die folgekosten der übernahme/"investition" brav auf die allgemeinheit / den steuerzahler abgewälzt werden können (die "investoren" bezahlen jasicher nicht den hartz4-satz der entlassenen mitarbeiter) ... dann wirdauf das ganze ein neuer name und ein neues buntes etikett draufgepappt, und die ausbeute unter teilweise menschen(würde)verachtenden bedingungen der verbliebenen mitarbeiter, die dafür dannauch noch "dankbar" sind, nicht entlassen worden zu sein, geht grade munter weiter. ich wette: es gibt nicht ein einziges konzept des mitarbeiter-buyouts bei diesen "investoren"-verhandlungen. keinem Mitarbeiter der filialen die geschlossen werden wurde angeboten, die filiale vorerst unter eigenregie weiterzuführen - unter nutzung bestehender warenwirtschaftssysteme. Bei nicht einer filiale hat mal ein Oberer oder der sog. Insolvenzverwalter persönlichvorbeigeschaut und nachgesehen, was wirklichsache ist, sondern daswaren grüne-tisch-entscheidungen, basierend auf geschäftskennzahlen, die aber nur das mies organisierte, dirigistische, fehlerbehaftete geschäftsgebaren der vergangenheit widerspiegeln, und nicht die möglichkeiten und potenziale vor ort. und betriebsrat und die gewerkschaft macht da auch noch brav mit ! wo ist da eigentlich das "unternehmerische risiko"? der schlecker-clan und das obere management gehört eingebuchtet wegen jahrelanger insolvenzverschleppung und bankrottbetrugs, einhergehend mit daraus folgendem diebstahl am steuerzahler, der jetzt die suppe auslöffeln darf, statt dass diese überbezahlten nixkönner das tun. Jedenfalls war nicht zu hören, dass von diesen herrschaften auch nur einer Privatinsolvenz angemeldet hat und in eine vom sozialamt gestellte übergangswohnung gezogen ist.
biobanane 14.03.2012
3.
Zitat von autocratorsoso, man redet mit einer zweistelligen anzahl von "investoren". ich übersetze das mal: es wird verhandelt, wie man den gefallenen schlecker-clan, immerhin mitglieder aus der eigenen schicht der "Oberen", wenigstens noch soviel geld zuschustern kann, dass dieser für mehrere generationen sich ein sorgenfreies leben irgendwo im sonnigen süden wird leisten können ; ein heer von über dem schnitt der BRAGO bezahlten rechtsanwälten wird dafür bezahlt, dass dem schlecker-clan auch strafrechtlich nichts passiert und die folgekosten der übernahme/"investition" brav auf die allgemeinheit / den steuerzahler abgewälzt werden können (die "investoren" bezahlen jasicher nicht den hartz4-satz der entlassenen mitarbeiter) ... dann wirdauf das ganze ein neuer name und ein neues buntes etikett draufgepappt, und die ausbeute unter teilweise menschen(würde)verachtenden bedingungen der verbliebenen mitarbeiter, die dafür dannauch noch "dankbar" sind, nicht entlassen worden zu sein, geht grade munter weiter. ich wette: es gibt nicht ein einziges konzept des mitarbeiter-buyouts bei diesen "investoren"-verhandlungen. keinem Mitarbeiter der filialen die geschlossen werden wurde angeboten, die filiale vorerst unter eigenregie weiterzuführen - unter nutzung bestehender warenwirtschaftssysteme. Bei nicht einer filiale hat mal ein Oberer oder der sog. Insolvenzverwalter persönlichvorbeigeschaut und nachgesehen, was wirklichsache ist, sondern daswaren grüne-tisch-entscheidungen, basierend auf geschäftskennzahlen, die aber nur das mies organisierte, dirigistische, fehlerbehaftete geschäftsgebaren der vergangenheit widerspiegeln, und nicht die möglichkeiten und potenziale vor ort. und betriebsrat und die gewerkschaft macht da auch noch brav mit ! wo ist da eigentlich das "unternehmerische risiko"? der schlecker-clan und das obere management gehört eingebuchtet wegen jahrelanger insolvenzverschleppung und bankrottbetrugs, einhergehend mit daraus folgendem diebstahl am steuerzahler, der jetzt die suppe auslöffeln darf, statt dass diese überbezahlten nixkönner das tun. Jedenfalls war nicht zu hören, dass von diesen herrschaften auch nur einer Privatinsolvenz angemeldet hat und in eine vom sozialamt gestellte übergangswohnung gezogen ist.
Für die Insolvenzverschleppung wird der zuständige Staatsanwalt gerne von Ihnen die Beweise erhalten. Ansonsten war das Geschäftsmodell Schlecker einfach nicht gut, und wird deshalb aufgelost. Traurig für die Mitarbeiter, aber zumindest durch die Insolvenz ist deren Gehalt zumindest kurzfristig gesichert. Warum der Steuerzahler belastet wird, ist mir nicht ganz einleuchtend, Kredite wird es zumindest der Aussage von letzter Woche nicht geben. Und auch die Verbindlichkeiten an Krankenkassen, Steuer und Arbeitsamt werden in einer Insolvenz vorrangig beglichen.
belle76 14.03.2012
4.
Unser Schlecker Laden ist auch dabei. Allerdings sagen die entsprechenden Damen schön länger, das der Laden schliessen wird. Seit dem hier ein großer Supermarkt mit vier Buchstaben, einem anderen großen Supermarkt mit vier Buchstaben Konkurrenz macht. Es ist wie bei den Politikern, um einen gibt´s ein großes Geschrei, letztlich sind die alle gleich und nur die mit Geld und Macht überleben. Mir tun die vielen, vielen Angestellten leid. Die Familie Schlecker...siehe oben, die kommen eh wieder auf die Beine. Die brauche mit Sicherheit kein Mitleid!!! Aber unsere Damen aus dem Schlecker Laden, die werden es nicht so einfach haben. Zumal sie alle die 40 längst überschritten haben. Und die Schleckers gehören ja nicht gerade zu denen, die so wahnsinnig Mitarbeiterfreundlich sind. Wenn da der Laden (der bei uns) überfallen wurde (kam leider so ca 3 mal vor in den letzten 14 Jahren), dann hatten die da nicht mal ein Telefon mit dem sie die Polizei rufen konnten. Die Leitung war nur zur Zentrale freigeschaltet, zur Kontrolle und für Warenbestellungen. Da durften die 'Damen zitternd in den Nachbarladen laufen. Pfui Spinne...
glen13 14.03.2012
5.
Zitat von autocratorsoso, man redet mit einer zweistelligen anzahl von "investoren". ich übersetze das mal: es wird verhandelt, wie man den gefallenen schlecker-clan, immerhin mitglieder aus der eigenen schicht der "Oberen", wenigstens noch soviel geld zuschustern kann, dass dieser für mehrere generationen sich ein sorgenfreies leben irgendwo im sonnigen süden wird leisten können ; ein heer von über dem schnitt der BRAGO bezahlten rechtsanwälten wird dafür bezahlt, dass dem schlecker-clan auch strafrechtlich nichts passiert und die folgekosten der übernahme/"investition" brav auf die allgemeinheit / den steuerzahler abgewälzt werden können (die "investoren" bezahlen jasicher nicht den hartz4-satz der entlassenen mitarbeiter) ... dann wirdauf das ganze ein neuer name und ein neues buntes etikett draufgepappt, und die ausbeute unter teilweise menschen(würde)verachtenden bedingungen der verbliebenen mitarbeiter, die dafür dannauch noch "dankbar" sind, nicht entlassen worden zu sein, geht grade munter weiter. ich wette: es gibt nicht ein einziges konzept des mitarbeiter-buyouts bei diesen "investoren"-verhandlungen. keinem Mitarbeiter der filialen die geschlossen werden wurde angeboten, die filiale vorerst unter eigenregie weiterzuführen - unter nutzung bestehender warenwirtschaftssysteme. Bei nicht einer filiale hat mal ein Oberer oder der sog. Insolvenzverwalter persönlichvorbeigeschaut und nachgesehen, was wirklichsache ist, sondern daswaren grüne-tisch-entscheidungen, basierend auf geschäftskennzahlen, die aber nur das mies organisierte, dirigistische, fehlerbehaftete geschäftsgebaren der vergangenheit widerspiegeln, und nicht die möglichkeiten und potenziale vor ort. und betriebsrat und die gewerkschaft macht da auch noch brav mit ! wo ist da eigentlich das "unternehmerische risiko"? der schlecker-clan und das obere management gehört eingebuchtet wegen jahrelanger insolvenzverschleppung und bankrottbetrugs, einhergehend mit daraus folgendem diebstahl am steuerzahler, der jetzt die suppe auslöffeln darf, statt dass diese überbezahlten nixkönner das tun. Jedenfalls war nicht zu hören, dass von diesen herrschaften auch nur einer Privatinsolvenz angemeldet hat und in eine vom sozialamt gestellte übergangswohnung gezogen ist.
Melden Sie sich doch einfach als sozialer Investor, der all zu schließenden Filialen auf eigenes Risioko weiter führt. Sie wissen doch eh alles besser.
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