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Schmiergeldaffäre: Athener Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Ex-Siemens-Manager

Die Schmiergeldaffäre hat für einige ehemalige Siemens-Manager möglicherweise ein gerichtliches Nachspiel. Die Athener Staatsanwaltschaft sieht genügend Beweise, um sie wegen Bestechung und Geldwäsche anzuklagen.

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REUTERS

Siemens-Logo: Anklage betrifft nur ehemalige Mitarbeiter

Athen - In einer Schmiergeldaffäre von Siemens in Griechenland müssen sich ehemalige Beschäftigte des Unternehmens und Mitarbeiter der griechischen Telekom (OTE) auf einen Strafprozess einstellen. Die Athener Staatsanwaltschaft habe Anklage gegen insgesamt 64 Personen wegen Bestechung und Geldwäsche erhoben, berichtete am Montag der staatliche griechische Rundfunk (NERIT) unter Berufung auf Staatsanwalt Galinos Bris. Unter den Angeklagten seien 17 Deutsche. Ihre Namen wurden nicht bekannt. Das zuständige Gericht werde in den nächsten Wochen entscheiden, ob es zum Prozess komme.

Es geht um Schmiergelder, die ehemalige Mitarbeiter von Siemens Ende der Neunzigerjahre an Entscheidungsträger in Griechenland gezahlt haben sollen, damit der Münchener Technologiekonzern den Auftrag für die Digitalisierung des griechischen Telefonnetzes bekommt. Es seien Schmiergelder in Höhe von knapp 70 Millionen Euro gezahlt worden, berichtete das Staatsradio.

Die Anklage betrifft nur Personen, die in diese Affäre verwickelt sind und nicht Siemens als Unternehmen, wie es aus Kreisen der Staatsanwaltschaft hieß. Siemens Chart zeigen selbst hatte sich in der Affäre bereits 2012 mit dem griechischen Staat außergerichtlich geeinigt. Dabei hatte Siemens nach Angaben des griechischen Finanzministeriums unter anderem auf die Begleichung griechischer Schulden verzichtet und versprochen, Arbeitsplätze in Griechenland zu sichern.

mik/dpa-AFX

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