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Schmiergeldaffäre US-Behörden verklagen Ex-Siemens-Manager

Siemens-Zentrale in München: Vergleich über 1,6 Milliarden geschlossenZur Großansicht
dapd

Siemens-Zentrale in München: Vergleich über 1,6 Milliarden geschlossen

Der Auftrag war eine Milliarde wert, das Schmiergeld soll gut hundert Millionen betragen haben: In der Bestechungsaffäre gehen die US-Behörden gegen acht frühere Siemens-Manager vor. Die Anklage beinhalte "ein schockierendes Maß an Betrug und Korruption", sagte der Vizegeneralstaatsanwalt.

New York - Für Siemens ist die Schmiergeldaffäre offiziell beigelegt, nicht aber für acht frühere Mitarbeiter: Fünf Jahre nach Bekanntwerden der Korruptionsvorwürfe gegen den Technologiekonzern gehen die US-Behörden nun gegen die früheren Top-Manager vor. Das gab das US-Justizministerium am Dienstag zusammen mit der Bundespolizei FBI und der Börsenaufsicht SEC bekannt. Die Männer sollen argentinische Offizielle mit mehr als hundert Millionen US-Dollar bestochen haben, um an einen eine Milliarde Dollar schweren Auftrag für die Fertigung neuer Ausweise zu gelangen.

"Die Anklageschrift beinhaltet ein schockierendes Maß an Betrug und Korruption", sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Lanny Breuer in Washington. "In der Wirtschaft sollte man gewinnen oder verlieren aufgrund der Qualität von Produkten und Dienstleistungen, nicht aufgrund der Höhe an Bestechungsgeldern, die Regierungsvertreter gezahlt werden."

Den Ex-Managern werden Bestechung, Geldwäsche und Überweisungsbetrug vorgeworfen. Gegen sieben Beschuldigte wurden auch Zivilklagen erhoben. Die USA verfolgen derartige Vergehen unter einem Gesetz, dass ihnen auch bei Delikten im Ausland den Zugriff ermöglicht, dem sogenannten Foreign Corrupt Practices Act. Unter den Beschuldigten sind auch ein Ex-Vorstand und der ehemalige Argentinien-Chef. Die Vorfälle sollen sich in den neunziger Jahren abgespielt haben.

Siemens Chart zeigen wollte sich zum Schritt der US-Behörden nicht äußern. Das Unternehmen sei nicht angeklagt, und individuelle Klagen könne es nicht kommentieren, sagte ein Sprecher in München. Siemens selbst hatte die Schmiergeld-Affäre mit einem Vergleich über 1,6 Milliarden Dollar beigelegt.

dab/dpad/dpa-AFX

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insgesamt 3 Beiträge
intermomo52 13.12.2011
Warum geht eigentlich keiner gegen die Empfänger des Schmiergelges nach? Das sind die wahren Verbrecher. Weil sie dank ihrer Position über die Vergabe von Aufträgen entscheiden können, welches Geschäft in die Puschen kommt. [...]
Zitat von sysopDer Auftrag war eine Milliarde wert, das Schmiergeld soll gut 100 Millionen betragen haben:*In der Bestechungsaffäre gehen die US-Behörden gegen acht frühere Siemens-Manager vor. Die Anklages beinhalte "ein schockierendes Maß an Betrug und Korruption", sagte der Vize-Generalstaatsanwalt. Schmiergeldaffäre: US-Behörden verklagen Ex-Siemens-Manager - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803551,00.html)
Warum geht eigentlich keiner gegen die Empfänger des Schmiergelges nach? Das sind die wahren Verbrecher. Weil sie dank ihrer Position über die Vergabe von Aufträgen entscheiden können, welches Geschäft in die Puschen kommt. Aber nee, es könnte ja Landsleute treffen....
ottohuebner 14.12.2011
da kommt der vorstand, oder sogar der vorstandsvorsitzende aus dtld, spricht mit dem lokalen manager ueber ein zu vergebendes geschaeft und sagt, 'den auftrag bekommen wir doch'?, oder, naja herr x sie wissen schon wie man [...]
Zitat von intermomo52Warum geht eigentlich keiner gegen die Empfänger des Schmiergelges nach? Das sind die wahren Verbrecher. Weil sie dank ihrer Position über die Vergabe von Aufträgen entscheiden können, welches Geschäft in die Puschen kommt. Aber nee, es könnte ja Landsleute treffen....
da kommt der vorstand, oder sogar der vorstandsvorsitzende aus dtld, spricht mit dem lokalen manager ueber ein zu vergebendes geschaeft und sagt, 'den auftrag bekommen wir doch'?, oder, naja herr x sie wissen schon wie man das macht. und dann wird druck aufgebaut, nicht direkt, keiner sagt, geb dem auftragsvergeber schmiergeld, nein, indirekt. und wenns hinterher schief geht, dann sind alle empoert. und der lokale manager ist der bloedmann der fuer alles "zahlt". nur komisch das us-firmen nie geschnappt werden, die sind naehmlich nicht besser.
rancher 14.12.2011
Ist doch lustig, wenn man sich einen Vorteil erkauft und erwischt wird, kann man sich frei kaufen. Diese Art der Bestechung ist dann eine Bestrafung.
Zitat von sysopDer Auftrag war eine Milliarde wert, das Schmiergeld soll gut 100 Millionen betragen haben:*In der Bestechungsaffäre gehen die US-Behörden gegen acht frühere Siemens-Manager vor. Die Anklages beinhalte "ein schockierendes Maß an Betrug und Korruption", sagte der Vize-Generalstaatsanwalt. Schmiergeldaffäre: US-Behörden verklagen Ex-Siemens-Manager - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,803551,00.html)
Ist doch lustig, wenn man sich einen Vorteil erkauft und erwischt wird, kann man sich frei kaufen. Diese Art der Bestechung ist dann eine Bestrafung.
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