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Neue Umfrage: Mögliche Schottland-Abspaltung drückt Pfund auf Jahrestief

Werbekekse für Schottland-Referendum: Angst vor neuer Währung Zur Großansicht
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Werbekekse für Schottland-Referendum: Angst vor neuer Währung

Schottische Separatisten erreichen erstmals eine Umfrage-Mehrheit - und schüren damit große Ängste. Das Pfund Sterling rutscht auf ein Jahrestief.

Frankfurt am Main - Wenige Tage vor dem Referendum zur Abspaltung Schottlands von Großbritannien gerät das Pfund Sterling immer stärker unter Druck. Die Währung gab am Montag auf 1,6165 Dollar nach - ein Minus von rund einem Prozent. Das Pfund war damit so billig wie zuletzt Ende November 2013.

Anleger hätten bislang damit gerechnet, dass die Schotten sich gegen eine Loslösung von Großbritannien aussprechen werden, sagte Jesper Bargmann, Chef-Händler der Nordea Bank in Singapur. In einer am Wochenende veröffentlichten Umfrage hatte sich erstmals eine knappe Mehrheit für eine Unabhängigkeit Schottlands ausgesprochen.

Damit rückt die Aufspaltung des Landes nach mehr als 300 Jahren in greifbare Nähe. Die britische Regierung reagierte noch am Sonntag und kündigte Pläne für eine größere Autonomie Schottlands an.

Pfund Sterling gegenüber US-Dollar Zur Großansicht
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Pfund Sterling gegenüber US-Dollar

Das Votum am 18. September sei nur der Auftakt für eine Phase der Unsicherheit, warnten die Analysten der Barclays Bank. Schließlich gebe es viele ungeklärte Fragen. Hierzu gehörten die Aufteilung von Vermögenswerten, die Auswirkungen auf die Steuereinnahmen und die Wahl einer schottischen Währung.

yes/Reuters

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insgesamt 120 Beiträge
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1. Wo dann >50% steht, ist wohl egal
Rosa3000 08.09.2014
Es werden jeweils ca die Hälfte für und gegen die Abspaltung sein. Für den siegreichen Teil ist das auf jeden Fall auch ein Problem.
2. Gegenüber dem Dollar
gilles027 08.09.2014
muß man dazu sagen. Gegenüber dem Euro ist das Pfund stark wie schon lange nicht mehr, nämlich 0,79x. Da hat das Pfund 7% zugelegt seit Anfang diesen Jahres. Populismus vom Allerfeinsten.
3. That will be there darkest hour
NightToOblivion 08.09.2014
Das Empire ist schon lange untergegangen, aber wer hätte gedacht das es irgendwann auch noch Großbritannien trifft. Dabei muss man sagen, es ist kein britisches Problem, sondern ein englisches. Überall im vereinigten Königreich gilt Maggy Thatcher als das Ende des Staates, nur in England wird sie noch verehrt. Genau das kostet den Engländern nun leider den Staat. Die Schotten wollen weniger soziale Kälte und die wollen gerne in der EU sein, die Nordiren wollen schon lange nach Irland und werden es, schon dank der Geburtenrate, bald schaffen. Bleibt noch Wales. Die letzte Bastion des UK? Zumindest wollen sie (noch) nicht raus. Londoner Politik der Post-Thatcher-Ära ist aber auch nicht ihres.
4. An alle...
captainpetrov 08.09.2014
...die sagen, dass die Schotten wirtschaftlich nichts hätten, um alleine überlebensfähig zu sein: 1) Viele Länder haben nichts und es gibt sie trotzdem. 2) Die Engländer haben die Insel erfolgreich deindustrialisiert, also ein Verbleib im Status quo wird nichts ändern. 3) Müsste Schottland nicht als Rechtsnachfolger GBs automatisch Teil der EU werden und könnten sie dann nicht den Euro bekommen? Hier wäre der SPIEGEL einmal gefragt mit Recherchen zu dem Thema. Vielleicht ein Interview mit Spezialisten und Experten der EU Rechts.
5.
Immanuel_Goldstein 08.09.2014
Schottland wird die Freiheit und Selbstbestimmung wählen, daran besteht für mich kein Zweifel mehr. Und das ist gut so.
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