Schwaches Fernsehergeschäft: Panasonic rutscht tief in die roten Zahlen

Schwache Nachfrage, Billigkonkurrenz aus Südkorea: Panasonic übt sich derzeit in Rückzugsgefechten. Erstmals seit zwei Jahren dürfte der japanische Elektronikkonzern in diesem Geschäftsjahr wieder Verluste machen. Ein groß angelegter Umbau soll die Misere beheben.

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Panasonic-Filiale in Tokio: Radikaler Umbau geplant

Tokio - Der japanische Elektronikkonzern Panasonic wird im Gesamtgeschäftsjahr bis März 2012 möglicherweise einen Verlust von umgerechnet etwa 2,8 Milliarden Euro erwirtschaften. Wie "Nikkei" am Sonntag berichtete, wäre dies ein deutlich schlechteres Ergebnis als der vom Unternehmen vorhergesagte Gewinn von 280 Millionen Euro.

Noch vor einer Woche war "Nikkei" selbst nur von einem Verlust von knapp einer Milliarde Euro ausgegangen, die insbesondere dem schwachen Geschäft mit Fernsehern geschuldet sein sollen.

Panasonic Chart zeigen will am Montag seine Geschäftszahlen für das Juli-September-Quartal vorlegen und dann auch seine Pläne für den Umbau konkretisieren. Der strategischen Neuausrichtung sollen rund 1000 Stellen zum Opfer fallen.

Laut "Nikkei" steht sogar die erst Ende 2009 fertiggestellte Fabrik Nummer drei in Amagasaki zur Disposition, wo pro Monat 330.000 Bildschirme produziert werden. Jetzt soll der Betrieb schon 2012 wieder eingestellt werden, weil die hochmoderne Anlage noch immer nicht mit den preisgünstiger produzierenden Wettbewerbern aus Südkorea mithalten kann.

Nicht nur Panasonic hat in den vergangenen Jahren zunehmend Marktanteile an seine asiatischen Wettbewerber, vor allem an Unternehmen wie Samsung Chart zeigen und LG verloren. Auch die anderen Elektronikriesen aus Japan kämpfen mit den preisgünstigen Südkoreanern.

mik/Reuters

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