Frankfurt am Main - Die unsichere wirtschaftliche Lage und enttäuschende Ergebnisse im Urlaubsmonat August stimmen die Lufthansa
pessimistisch: Die Fluggesellschaft rechnet für das Gesamtjahr nicht mehr mit dem Erreichen ihres Gewinnziels.
Eine Steigerung des operativen Gewinns über den Vorjahreswert von 876 Millionen Euro erscheine aus heutiger Sicht nicht mehr realisierbar, teilte der Konzern in Frankfurt am Main mit. Der Vorstand gehe nun von einem operativen Gewinn im oberen dreistelligen Millionenbereich aus.
An der Frankfurter Börse schreckte die Nachricht die Anleger auf: Zeitweise notierten Lufthansa-Papiere mit über sechs Prozent im Minus. Händler begründeten den Kursrutsch mit dem Überraschungseffekt. "Das dürften nur die wenigsten erwartet haben", hieß es. Der Luftfahrtsektor hatte noch am Vormittag positiv auf eine erhöhte Gewinnprognose des Branchenverbands IATA reagiert, der sich für den Verlauf des Jahres positiver gezeigt hatte als noch im Juni.
Grund für die Gewinnwarnung ist den Angaben zufolge ein schwächer als erwartet ausgefallenes August-Ergebnis. Die anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten ließen zudem weniger Buchungen erwarten.
Analysten zeigten sich über den Zeitpunkt der Gewinnwarnung verwundert, da die Lufthansa bei der Vorlage des Halbjahresergebnisses Ende Juli und nach der schwachen Entwicklung bei ihrer Tochter Austrian Airlines (AUA) noch Ende August den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt hatte. Das Unternehmen hatte seinen Absatz im August um 5,7 Prozent gesteigert und im Juli sogar noch ein Plus von 8,1 Prozent erreicht.
dis/dapd
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