Schwächelnde Standorte: Galeria Kaufhof macht vier Filialen dicht

Warenhauskette in der Krise: Die Metro-Tochter Kaufhof will noch mehr Standorte aufgeben. Vier Filialen im Süden und Westen Deutschlands sollen geschlossen werden - mehr als 200 Angestellten droht der Jobverlust.

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AP

Kaufhof in München: Zahl der Filialen schrumpft weiter

Köln - Die Warenhauskette Galeria Kaufhof will vier ihrer Häuser schließen. Betroffen seien die Filialen in Köln-Kalk, Oberhausen, Gießen und Nürnberg-Aufseßplatz, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Dort arbeiten den Angaben zufolge zusammen 228 Mitarbeiter.

"Die Marktbedingungen und das Umfeld an diesen Standorten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Den vier Filialen fehlt langfristig das Potential, profitabel zu sein", sagte der Vorsitzende der Galeria-Kaufhof-Geschäftsführung, Lovro Mandac.

Das Unternehmen will die Häuser Mitte kommenden Jahres aufgeben. Dann liefen die Mietverträge aus, hieß es. Für die Mitarbeiter sollen "sozialverträgliche Lösungen" gefunden werden, wie Mandac sagte. Das Unternehmen wolle dazu kurzfristig Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen.

Derzeit betreibt die Galeria Kaufhof GmbH eigenen Angaben zufolge 109 Warenhäuser und 15 Sportgeschäfte in Deutschland. Dazu kommen noch einmal 15 Warenhäuser in Belgien. Die Warenhauskette gehört zum größten deutschen Handelskonzern Metro. Nach der Karstadt-Pleite vor zwei Jahren war darüber spekuliert worden, dass beide Kaufhausketten fusionieren.

amz/dapd/dpa

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