Schuldenabbau Schweden steigt bei Finanzkonzern Nordea aus

Die schwedische Regierung will Schulden abbauen. Deshalb hat sie für 2,5 Milliarden Euro nun auch ihre letzten Anteile an der Großbank Nordea verkauft. Die Beteiligung war das Relikt einer Bankenkrise in den neunziger Jahren.

Nordea-Logo an Filiale in Helsinki: Einnahmen von fast sieben Milliarden
DPA

Nordea-Logo an Filiale in Helsinki: Einnahmen von fast sieben Milliarden


Stockholm - Schweden hat seine letzten Anteile am Finanzkonzern Nordea Chart zeigen verkauft. Die noch im Staatsbesitz verbliebenen sieben Prozent der Aktien platzierte die Regierung in der Nacht zu Mittwoch für umgerechnet rund 2,5 Milliarden Euro bei Investoren. Insgesamt nahm Schweden mit dem in Etappen vollzogenen Ausstieg fast sieben Milliarden Euro ein.

Mit dem Verkauf geht eine Ära zu Ende. Die Beteiligung war ein Relikt aus der Bankenkrise zu Beginn der neunziger Jahre in Schweden. Nach dem Platzen einer Blase am Immobilienmarkt hatte der Staat damals den Nordea-Vorgänger Nordbanken verstaatlichen müssen. Später fusionierte die Bank mit mehreren anderen skandinavischen Instituten.

Mit der erlösten Summe will die Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt vor der Wahl im kommenden Jahr die Schulden weiter abbauen. Sie hatte sich zuletzt bereits von zahlreichen anderen Beteiligungen getrennt, etwa am Absolut-Wodka-Hersteller Vin & Sprit, dem Immobilienunternehmen Vasakronan und dem Telekomkonzern TeliaSonera Chart zeigen. Der für die Finanzmärkte zuständige Minister Peter Norman sagte, er sehe keine Möglichkeit, vor der Wahl im September 2014 auch den Anteil an der angeschlagenen Fluggesellschaft SAS zu verkaufen.

dab/dpa/Reuters



insgesamt 8 Beiträge
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neu_ab 25.09.2013
1.
Finde ich korrekt, daß sie bei einer Bank, die fast so heißt wie Nordkorea, aussteigen.
gatsue 25.09.2013
2. Infos bitte
Es scheint man muss bei euch um Infos bettel, oder schmiertz man einfach eine Agenturmeldung dahin und gut is??
Progressor 25.09.2013
3. Schlecht
Eine Bank für die Grundbedürfnisse gehört in Staatshand. Annahme von Kundensparanlagen, Abwicklung von Kundenorder bezüglich Börsengeschäften, Beratung ohne Provisionszahlung an die Berater, Kreditvergabe an Staat, Unternehmen und Privathaushalte, die Frage nach monetärer Staatsfinanzierung würde sich dann kaum noch stellen. Ich weiss auch schon die Lösung für die Misswirtschaft in Staatsbetrieben: Eine neutrale (sprich unabhängige) externe Fachkommission soll bei jeder Beförderung bestimmen. Das wärs!
minoru 25.09.2013
4. Stimmt so nicht ganz....
Die Regierung braucht Geld, um die Steuersätze für die Sehrgutverdiener zu senken. Schliesslich will man im nächsten Jahr wiedergewählt werden.
PeterPe 25.09.2013
5.
Zitat von ProgressorEine Bank für die Grundbedürfnisse gehört in Staatshand. Annahme von Kundensparanlagen, Abwicklung von Kundenorder bezüglich Börsengeschäften, Beratung ohne Provisionszahlung an die Berater, Kreditvergabe an Staat, Unternehmen und Privathaushalte, die Frage nach monetärer Staatsfinanzierung würde sich dann kaum noch stellen. Ich weiss auch schon die Lösung für die Misswirtschaft in Staatsbetrieben: Eine neutrale (sprich unabhängige) externe Fachkommission soll bei jeder Beförderung bestimmen. Das wärs!
Sicher dann gibt es sowas wie die WestLB. Ausserdem bitte auch staatliche Brotlaeden einfuehren, denn das ist ja auch Grundversorgung.
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