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Vor Volksabstimmung in der Schweiz: Goldpreis bricht ein

Schweizer Frankenmünze, Goldbarren: Referendum beeinflusst den Marktpreis Zur Großansicht
REUTERS

Schweizer Frankenmünze, Goldbarren: Referendum beeinflusst den Marktpreis

Ein Referendum soll der Schweizer Notenbank Goldkäufe vorschreiben. Doch laut SRF will eine Mehrheit der Menschen im Land mit Nein stimmen. Die Reaktion: Der Goldpreis bricht innerhalb weniger Minuten ein.

Frankfurt am Main/London - Der Goldpreis ist am Mittwoch zeitweise um mehr als 20 Dollar pro Feinunze eingebrochen. Laut einer vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) beauftragten Umfrage will eine Mehrheit der Schweizer bei einem Referendum, das der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Goldkäufe vorschreibt, mit Nein stimmen. Innerhalb weniger Minuten fiel der Goldpreis von 1195,66 Dollar je Feinunze auf unter 1175,24 Dollar.

Laut der am Mittwoch veröffentlichen Umfrage hätten 47 Prozent der Mitte November Befragten mit Nein gestimmt und nur 38 Prozent dafür. Damit habe der Trend zum Nein innerhalb eines Monats um acht Prozentpunkte zugenommen, heißt es auf der Website des SRF.

Ende November findet in der Schweiz ein Referendum statt, das der Notenbank vorschreiben soll, 20 Prozent ihrer Währungsbestände in Gold zu halten. Zudem soll der SNB der Goldverkauf verboten werden. Die Notenbank wehrt sich gegen die Initiative, weil sie die Flexibilität ihrer Geldpolitik bedroht sieht. In der Schweiz ist die Schweizerische Nationalbank die Notenbank.

Mit einem mehrheitlichen Ja würden die Eidgenossen nach Überzeugung von Experten den Weltmarktpreis für das Edelmetall nach oben treiben. Die SNB wäre nämlich gezwungen, in den kommenden fünf Jahren rund 1800 Tonnen Gold aufzukaufen.

bos/dpa

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insgesamt 62 Beiträge
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1. Panik!
deuro 19.11.2014
Vor 10 Jahren war der Goldpreis noch bei 200 Dollar. Also kein Grund zur Panik. Die starke Gegenreaktion ist ein klares Signal zum Kaufen. Ich verstehe nicht, wieso Leute bei so einem kurzen Einbruch noch verkaufen. Da haben sich ein paar Kleverles schön billig Gold eingekauft. Jetzt ist der Preis wieder oben.
2. Pressemeldung als Spekulationswerkzeug
robbyy 19.11.2014
Da sieht man es wieder, die Spekulanten nutzen jeden Anlass um die Kurse möglichst unruhig zu halten. Würd mich nicht wundern, wenn diese Meldung gezielt platziert wurde.
3.
texas_star 19.11.2014
Zitat von deuroVor 10 Jahren war der Goldpreis noch bei 200 Dollar. Also kein Grund zur Panik. Die starke Gegenreaktion ist ein klares Signal zum Kaufen. Ich verstehe nicht, wieso Leute bei so einem kurzen Einbruch noch verkaufen. Da haben sich ein paar Kleverles schön billig Gold eingekauft. Jetzt ist der Preis wieder oben.
noe... 2004 war der Goldpreis im Schnitt $400. und die Apple Aktie war uebrigens damals unter $10 zu haben (aktuell: $115)
4. Die Schweizer sind hoffentlich vernünftig
Der Terraner 19.11.2014
Gold, was man nicht verkaufen kann ist wertlos und muss praktisch abgeschrieben werden. Diese ganze Initiative ist überhaupt nicht durchdacht und würde nur wenigen Goldbesitzern kurzfristig nutzen, der Schweiz selber aber selber schwer schaden.
5. Ach ja...
david-39 19.11.2014
Wie weit sind wir eigentlich mit dem Transfer des deutschen Goldes aus New York? War da nicht was mit unpassend großen Barren, die erst in das richtige Format geschmolzen werden müssen, bevor man es in Frankfurt lagern kann? 1500 Tonnen "lagern" noch in New York. Immerhin 75 Mrd Euro...
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