E-Banking Schweizer Banken wehren täglich 100 Hackerattacken ab

Der Chef der Schweizer Finanzaufsicht schlägt Alarm: E-Banking-Programme der Eidgenossen müssen inzwischen 100 Hackerangriffe pro Tag abwehren.

Finma-Chef Mark Branson
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Finma-Chef Mark Branson


Vor einer wachsenden Zahl von Hackerangriffen in der Finanzwelt hat die schweizerische Finanzmarktaufsicht (Finma) gewarnt. Allein in der Schweiz würden jeden Tag 100 Angriffe auf E-Banking-Lösungen erfolgreich abgewehrt, sagte Finma-Direktor Mark Branson.

"Cyberangriffe sind inzwischen das größte operationelle Risiko für das Finanzsystem", sagte er. "Wir, und damit meine ich den private Sektor und die Behörden, sollten das Thema todernst nehmen." Mit operationellem Risiko ist ein potenzieller Schaden gemeint, der außerhalb der typischen unternehmerischen Risiken auftreten kann.

Dass Banken zunehmend Dienstleistungen an IT-Infrastruktur auslagern, verstärke die Cyberbedrohung, sagte Branson, zumal es eine Konzentration bei bestimmten Anbietern gebe.

Die Finma führe bei solchen Dienstleistern Vorortkontrollen durch. Finanzinstitute müssten aber vor allem selbst ihre Verwundbarkeit kennen und ein Krisenmanagement haben, das ihnen im Fall einer Attacke eine möglichst schnelle Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs erlaube.

ans/dpa



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scoopx 27.03.2018
1. FinTech
Wo bleibt die hyperintelligente selbstlernende neuronale FinTech-Supercloud? Wo doch Algorithmen heute schon selbständig Fonds verwalten und dabei den Menschen angeblich überlegen sind weil hach so vernetzt und alles in Echtzeit und allwissend weil sie alle Schliche kennen? Hört man nicht daß Finanz-Algorithmen sogar Persönlichkeitsrechte bekommen sollen? Wie kann es sein, daß schnöde Hacker eine immer größere Gefahr darstellen? Oder sind es vielleicht gar keine Menschen sondern KI-Hackerbots, selbstlernend und vernetzt?
ghdstz 27.03.2018
2. Hacker-Probleme ? Einmal Reset drücken, bitte ...
Zitat von scoopxWo bleibt die hyperintelligente selbstlernende neuronale FinTech-Supercloud? Wo doch Algorithmen heute schon selbständig Fonds verwalten und dabei den Menschen angeblich überlegen sind weil hach so vernetzt und alles in Echtzeit und allwissend weil sie alle Schliche kennen? Hört man nicht daß Finanz-Algorithmen sogar Persönlichkeitsrechte bekommen sollen? Wie kann es sein, daß schnöde Hacker eine immer größere Gefahr darstellen? Oder sind es vielleicht gar keine Menschen sondern KI-Hackerbots, selbstlernend und vernetzt?
Des Rätsels Lösung ist viel einfacher: Die heute gebräuchliche IT-Infrastruktur ist zwar relativ billig, taugt aber nicht viel. Und hacken kann heute fast jeder, die dafür erforderlichen Werkzeuge gibt's für wenig Geld im Darknet. Wenn wir praktisch überall und sogar in den riesigsten Superclouds nur mehr popelige PC-Technologie einsetzen (technisch veraltet und eigentlich für die digitale Unterhaltungselektronik konzipiert), und eine mittlerweile völlig undurchschaubare Komplexität dulden dann brauchen wir uns nicht zu wundern. Ebenso wenn wir in unseren Netzwerken weiterhin mit Verfahren und Protokollen unterwegs sind, die für relativ kleine miteinender kooperierende und einander vertrauende Gruppen gemacht wurden, aber nicht für ein gigantisches und de facto feindseliges Umfeld in dem man niemandem trauen kann. Eine bessere und von vornherein auf Sicherheit ausgelegte Infrastruktur muss her ...
scoopx 27.03.2018
3. Achtung Satire!
Zitat von ghdstzDes Rätsels Lösung ist viel einfacher: Die heute gebräuchliche IT-Infrastruktur ist zwar relativ billig, taugt aber nicht viel. Und hacken kann heute fast jeder, die dafür erforderlichen Werkzeuge gibt's für wenig Geld im Darknet. Wenn wir praktisch überall und sogar in den riesigsten Superclouds nur mehr popelige PC-Technologie einsetzen (technisch veraltet und eigentlich für die digitale Unterhaltungselektronik konzipiert), und eine mittlerweile völlig undurchschaubare Komplexität dulden dann brauchen wir uns nicht zu wundern. Ebenso wenn wir in unseren Netzwerken weiterhin mit Verfahren und Protokollen unterwegs sind, die für relativ kleine miteinender kooperierende und einander vertrauende Gruppen gemacht wurden, aber nicht für ein gigantisches und de facto feindseliges Umfeld in dem man niemandem trauen kann. Eine bessere und von vornherein auf Sicherheit ausgelegte Infrastruktur muss her ...
Mein Beitrag war eine Satire auf die sich so schlau vorkommenden Digitalgläubigen und ihr begriffliches Blabla. Wahrlich, in der digitalen Welt hält sich mehr Veraltetes als wir uns träumen lassen. Im Bankgewerbe der USA zum Beispiel gibt es noch derart viele Uralt-Programme daß dort COBOL-Programmierer wieder gesucht sind. Ihre Bemerkung mit der "digitalen Unterhaltungselektronik" trifft den Nagel auf den Kopf. Die Software dazu ist auch nicht besser, und sie ist durchweg schlampig getestet. Heißt sie nicht "consumer software"? Gewiß. Wer damit Probleme hatte galt lange als "digitaler Analphabet". Vor gut 25 Jahren gab es die Mode des "downsizing", also Großrechner raus, das machen jetzt PC-Netzwerke. "Vernetzt" war schon damals das Zauberwort. Da glänzten die Augen der Gläubigen. Die Unternehmen die darauf hereinfielen mußten teures Lehrgeld zahlen. Das ist heute auch nicht anders.
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