Zürich - Die Schweizer Großbank Credit Suisse plant den Befreiungsschlag. Nach scharfer Kritik durch die Schweizer Nationalbank (SNB) stärkt das Geldinstitut sein Eigenkapital. Durch rasch wirksame Maßnahmen soll Kapital in Höhe von insgesamt 15,3 Milliarden Franken (12,74 Milliarden Euro) beschafft werden, teilte das Kreditinstitut mit.
Neben dem Austausch nachrangiger Schuldscheine und dem Verkauf von Randgeschäften und Immobilien soll eine Wandelanleihe 3,8 Milliarden Franken einbringen. Zugleich kündigte die Bank Sparmaßnahmen im Umfang von einer Milliarde Franken an. Das bisherige Ziel von zwei Milliarden Franken Kosteneinsparungen sei bereits erreicht worden. Die zusätzlichen Sparvorgaben sollen bis Ende 2013 umgesetzt werden.
Die Schweizer Nationalbank lobte die Maßnahmen. Damit stärke die Credit Suisse ihre Widerstandsfähigkeit in der Krise, teilte die SNB mit.
Die Notenbanker hatten die Bank kürzlich in einem Bericht zur Finanzstabilität öffentlich wegen des zu geringen Eigenkapitals kritisiert. Die SNB forderte Verbesserungen noch in diesem Jahr durch den Verzicht auf Dividenden und möglicherweise durch eine Kapitalerhöhung.
Zeitgleich legte die Credit Suisse
am Mittwoch auch Zahlen für das zweite Quartal vor. Die Bank verbucht in diesem Zeitraum einen Vorsteuergewinn von 1,1 Milliarden Franken.
cte/dpa/Reuters
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