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Seitenwechsel: Grünen-Politikerin Scheel wird Energiemanagerin

Sie sagt, sie will die Energiewende vorantreiben und wechselt dafür die Seite. Die Grünen-Politikern Christine Scheel tauscht ihr Bundestagsmandat gegen einen Vorstandsposten beim hessischen Versorger HSE. Doch ausgerechnet ein Parteifreund zweifelt öffentlich an der Kompetenz der Finanzexpertin.

Grünen-Politikerin Scheel: Von der Politik in die Wirtschaft Zur Großansicht
DPA

Grünen-Politikerin Scheel: Von der Politik in die Wirtschaft

Darmstadt - Als Politikerin kämpfte Christine Scheel zusammen mit ihren Parteifreunden von den Grünen für eine nachhaltige Energieversorgung. Nun muss sie beweisen, ob sie innovative Ideen auch umsetzen kann. Denn Scheel beendet ihre politische Karriere und wechselt 2012 in den Vorstand des südhessischen Energieversorgers HSE. Das Unternehmen teilte mit, die 54-Jährige sei von einer Findungskommission ausgewählt worden. Ihr Vertrag ist zunächst auf drei Jahre befristet.

Doch kaum war Scheels Wechsel offiziell, gab es ausgerechnet aus ihrer eigenen Partei Protest. HSE hat seinen Sitz in Darmstadt. Der dortige Grünen-Oberbürgermeister Jochen Partsch versuchte vergeblich, Scheel von der Kandidatur für den Vorstandsposten abzubringen. Seine Parteifreundin sei zwar eine hochkompetente Politikerin, entspreche aber nicht dem Anforderungsprofil eines Nachfolgers für den Technik-Vorstand des Unternehmens, argumentierte Partsch.

Der HSE-Aufsichtsratsvorsitzende und frühere Darmstädter SPD-Oberbürgermeister Walter Hoffmann hielt dagegen, Scheel sei die "Idealbesetzung" für den Vorstandsposten. Schließlich gelte ihr gesellschaftspolitisches Engagement den regenerativen Energien. Sie solle das neue Ressort Nachhaltigkeit verantworten. Dazu gehört die Zuständigkeit für regenerative Energien, Energieeffizienz, Medienarbeit, Compliance und die Repräsentation des stark auf alternative Energien fixierten Unternehmens. HSE hat rund 800.000 Kunden, vor allem in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Scheel selbst sagte, sie freue sich auf die neue Aufgabe. Der Wechsel von der Politik an die Spitze des Unternehmens sei die konsequente Fortsetzung ihres Engagements für eine nachhaltige Energiepolitik. Sie wird ihr Abgeordnetenmandat niederlegen. Scheel war von 1998 bis 2005 Vorsitzende des Bundestagsfinanzausschusses und gehört zu den profiliertesten Abgeordneten der Grünen. Von 2007 bis 2009 war sie auch stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

mmq/dapd

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1. .
nickelodeon 13.10.2011
Tja Conny, wenn ich dich so nennen darf, von dir habe ich in den letzten Jahren nicht wirklich plausibles und stichhaltiges gelesen und gehört. Wenn du in den Konzern wechselst, tust du mir bitte noch einen allerletzten Gefallen? Nimm bitte bitte deine Frau/Freundin mit. Sie kann da als Mentalcoach tätig sein und verschont uns dann mit ihren semiamüsanten TV-Auftritten im Trecki Kostüm.
2. .
gbartkowiak 13.10.2011
Zitat von sysopSie will die Energiewende vorantreiben und wechselt dafür die Seite. Die Grünen-Politikern Christine Scheel tauscht ihr*Bundestagsmandat gegen einen*Vorstandsposten beim hessischen Versorger HSE. Doch ausgerechnet ein Parteifreund zweifelt öffentlich an der Kompetenz der Finanzexpertin. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,791556,00.html
Wer immer noch glaubte die Grünen wären eine "andere" Partei, mit moralischen Werten und Überzeugungen, sollte eigentlich mitlerweile eines Besseren belehrt sein. Da die Jobs in der Erdgas und Atomlobby ja schon vergeben sind schafft sich das grüne Management eben eine neue lukrative Nische in der man es sich nach der Politik bequem einrichten kann.....
3. Falsch
dab 13.10.2011
Zitat von nickelodeonTja Conny, wenn ich dich so nennen darf, von dir habe ich in den letzten Jahren nicht wirklich plausibles und stichhaltiges gelesen und gehört. Wenn du in den Konzern wechselst, tust du mir bitte noch einen allerletzten Gefallen? Nimm bitte bitte deine Frau/Freundin mit. Sie kann da als Mentalcoach tätig sein und verschont uns dann mit ihren semiamüsanten TV-Auftritten im Trecki Kostüm.
Da wird Cornelia mit Christine verwechselt, gell?
4. Prinzipien
kuschl 13.10.2011
Zitat von sysopSie will die Energiewende vorantreiben und wechselt dafür die Seite. Die Grünen-Politikern Christine Scheel tauscht ihr*Bundestagsmandat gegen einen*Vorstandsposten beim hessischen Versorger HSE. Doch ausgerechnet ein Parteifreund zweifelt öffentlich an der Kompetenz der Finanzexpertin. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,791556,00.html
Alles nur eine Frage der Pöstchen auf unserer großen Animals Farm.Ihr großer ehemaliger grüner Vorsitzender hat,s doch vorgemacht,wie man aus Parteieinfluß Geld macht.Wo sind denn jetzt die grünen Entrüsteten.Das hätte es bei Baldur Springmann nicht gegeben.Wieder ein schönes Beispiel zur Glaubwürdigkeit unserer Politiker und deren Prinzipien.
5. Upps...
Tyrion Lannister 13.10.2011
Zitat von nickelodeonTja Conny, wenn ich dich so nennen darf, von dir habe ich in den letzten Jahren nicht wirklich plausibles und stichhaltiges gelesen und gehört. Wenn du in den Konzern wechselst, tust du mir bitte noch einen allerletzten Gefallen? Nimm bitte bitte deine Frau/Freundin mit. Sie kann da als Mentalcoach tätig sein und verschont uns dann mit ihren semiamüsanten TV-Auftritten im Trecki Kostüm.
Das war mal nun ein richtiger Flop... es handelt sich hier um Christine Scheel (aus meinem Wahlkreis) und nicht um Cornelia Scheel (die was auch immer tut...). Wer lesen (und googlen) ist nicht nur hier klar im Vorteil...! Zur Sache.... warum sollte eine Politikerin der Grünen nicht auf einen Vorstandsposten wechseln? Ich kenne Frau Scheel zu wenig, um beurteilen zu können, ob sie für diesen Job kompetent ist - und ich glaube, die wenigsten Foristen, die sicherlich noch kommen und flamen werden, tun dies ebenfalls nicht.
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Haushalt
Die Politik streitet vor allem darüber, was die Energiewende für Auswirkungen auf den Haushalt hat. Die im vergangenen Jahr beschlossene Brennelementesteuer etwa sollte der Regierung jährlich 2,3 Milliarden Euro bringen. Jetzt drohen die Energieversorger, gegen die Abgabe zu klagen - ihrer Ansicht nach war sie an die Laufzeitverlängerung gekoppelt. Manche fordern neue Subventionen für Industrien mit besonders hohem Energiebedarf.

Gleichzeitig verknüpft die Regierung Ausgaben mit dem Programm, die für den Atomausstieg gar nicht nötig sind: So will sie die Mittel für die Wärmedämmung alter Gebäude steigern. Generell gilt: Entschieden ist noch nichts - für Kostenberechnungen in puncto Haushalt ist es noch zu früh.
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Bis Ende des Jahrzehnts könnte der Preis indes um mehrere Cent steigen. Allein durch den Netzausbau und die Großhandelspreise wäre ein Anstieg um drei Cent möglich - dazu kämen Milliardenkosten aus der EEG-Umlage.ssu
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