Seltene Erden: China erhöht Exportzölle für Hightechmetalle

Diese Nachricht dürfte für Aufregung bei Unternehmen weltweit sorgen: China erhöht die Zölle auf Hightechmetalle. Bereits zum Jahreswechsel wird die Ausfuhr der sogenannten Seltenen Erden teurer.

Verarbeitung von Maschinenteilen, die Seltene Erden enthalten: Sorge vor Engpässen Zur Großansicht
DPA

Verarbeitung von Maschinenteilen, die Seltene Erden enthalten: Sorge vor Engpässen

Peking - China kontrolliert fast 95 Prozent des weltweiten Angebots an Seltenen Erden - nun nutzt das Land seine Vormachtstellung aus und erhöht die Ausfuhrzölle auf die begehrten Rohstoffe. Die Anhebung trete am 1. Januar 2011 in Kraft, kündigte das Pekinger Finanzministerium am Dienstag an. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Seltene Erden werden unter anderem in der Elektronik- und Rüstungsindustrie benötigt - und sind daher sehr begehrt. Die chinesische Führung kündigte zugleich an, Exporte von energieintensiven Rohstoffen wie Kohle, Öl und Dünger weiter mit Abgaben zu belegen. Zudem werde an niedrigen Importzöllen auf 600 wichtige Baustoffe und -teile festgehalten.

China hatte die Ausfuhr Seltener Erden eingeschränkt und damit weltweit Sorgen vor Engpässen geschürt. Das Land hat für den Schritt Umweltschutzgründe angeführt. Die Exporte der Hightech-Rohstoffe nach Japan hatte China aber unlängst auch im Streit um von beiden Ländern beanspruchte Inseln verringert.

yes/dapd

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1. Alter Hut
Reziprozität 14.12.2010
Man konnte es lange kommen sehen. http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=4800106&postcount=891
2. Titel
testthewest 14.12.2010
Zitat von sysopDiese Nachricht dürfte für Aufregung bei Unternehmen weltweit sorgen: China*erhöht die Zölle auf Hightechmetalle. Bereits zum Jahreswechsel*wird die Ausfuhr*der sogenannten Seltenen Erden teurer. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,734646,00.html
Das Ausland sollte dann die gleiche Zölle auch auf die fertigprodukte aus China anwenden. Dann sind die chinesischen Zölle entweder wieder weg, oder die Arbeitsplätze zurück im Westen.
3. gleiche Zölle auch auf die fertigprodukte aus China
joe sixpack 14.12.2010
Zitat von testthewestDas Ausland sollte dann die gleiche Zölle auch auf die fertigprodukte aus China anwenden. Dann sind die chinesischen Zölle entweder wieder weg, oder die Arbeitsplätze zurück im Westen.
Am besten waeren reziproke Handelsabkommen. Die gleichen Bedingungen fuer alle beteiligten Seiten. VW muss seine in China verkauften Autos im Land herstellen, und so Know How transferieren. Also sollte China seine Exporte im Absatzland herstellen muessen. Wenn China irgend ein Produkt mit einem Zoll belegt, belegt der Kunde Chinas das vergleichbare Chinesische Produkt mit exakt demselben Zoll. Das ist am fairsten fuer alle beteiligten.
4. ...
m-pesch 14.12.2010
Zitat von testthewestDas Ausland sollte dann die gleiche Zölle auch auf die fertigprodukte aus China anwenden. Dann sind die chinesischen Zölle entweder wieder weg, oder die Arbeitsplätze zurück im Westen.
Und wenn wir das mit 300% verzollen (ist ja nur der EK) sind die immer noch billiger. Der Reibach mit dem Chinakrempel wird doch hier gemacht und nicht in China.
5. halb so schlim...
Sougamotimana 14.12.2010
sollen die doch ihre metalle behalten und im wok ein neues asiatisches gericht fertigen. egal, es gibt genug davon in europa. ja, richtig gelesen. im suedlichen balkan (bulgarien, griechenland) gibt es zuhauf diese metalle (coltan etc.). die einzige sorge die ich dazu habe ist die "neu-osmanische" ausrichtung der tuerkei. denn in exakt diesen bereichen erheben sie seit ein paar jahren ansprueche. hintergrund ist genau derselbe wie die besatzung halb zyperns und der streit mit griechenland ueber die agaeis: oel- und ergas. nur in unserem fall hier ist es das gold (was auch in riesenmengen vorhanden ist) und eben diese seltenen metale. es ist wohl der richtige zeitpunkt an dem eine gewisse frau merkel sich schleunigst mal informieren muesste um nicht blindlings an dem niedergang europas hinzuarbeiten.
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Seltene Erden
Die Seltenen Erden sind eine Gruppe von 17 Metallen, darunter Lanthan, Europium und Neodym. Meist kommen sie am selben Standort, im selben Gestein, vor. Sie werden in kleinen Mengen verwendet, sind aber unverzichtbar unter anderem für die Herstellung von Computern und Computer-Monitoren, DVD-Spielern, leistungsstarken Akkus, Hybrid-Autos, Halbleitern, Handys, Rüstungsgütern und Windturbinen. Autozulieferer nutzen Seltene Erden bei der Herstellung von Elektromotoren. Die größten Verbraucher Seltener Erden sind China, Japan und die USA, die eine starke Technologiebranche haben. Wegen der zunehmenden Bedeutung der Umwelttechnologien wird mit einem steigenden Bedarf gerechnet. Der mit Abstand größte Produzent ist China. Im Jahr 2008 wurden dort 120.000 Tonnen gefördert, das waren 97 Prozent der weltweiten Menge. China exportierte gut 30.000 Tonnen.